Stadtlohnerin wittert Betrug: Corona-Impfstoff am Telefon angeboten

Polizei-Warnung

Vermeintlich pfiffige Betrüger versuchen die aktuelle Corona-Lage für ihre Zwecke zu nutzen. In Stadtlohn allerdings scheiterten sie mit dem Versuch, Impfstoff zu verkaufen.

Stadtlohn

, 31.12.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei warnt eindringlich vor Telefonbetrügern. Impfstoff – hier im Bild von Pfizer-BioNTech – wird nicht am Telefon verkauft. Wer solche Anrufe erhält, sollte sofort auflegen.

Die Polizei warnt eindringlich vor Telefonbetrügern. Impfstoff – hier im Bild von Pfizer-BioNTech – wird nicht am Telefon verkauft. Wer solche Anrufe erhält, sollte sofort auflegen. © dpa

Viele Menschen haben zurzeit große Angst, sich mit Covid-19 anzustecken und setzen ihre Hoffnung auf die jetzt angelaufene Impfung. Genau das aber nutzen Betrüger schamlos aus. Die Polizei spricht Warnungen aus.

Betrüger geben sich am Telefon als Ärzte oder Mitarbeiter aus

Die Masche: Am Telefon bieten sie arglosen Bürgen den Impfstoff eines bekannten Herstellers zum Verkauf an und geben sich als Ärzte oder Mitarbeiter aus. So geschehen gerade auch in Stadtlohn. Da allerdings hatten die Kriminellen keinen Erfolg.

Eine Stadtlohnerin, die von einer angeblichen Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes angerufen und der der Impfstoff zum Verkauf angeboten wurde, witterte den Betrug, legte auf und informierte die Polizei. Ähnliche Fälle sind auch aus anderen Orten in Nordrhein-Westfalen bekannt. In einem Fall wollte man einer älteren Dame ein Impfstoffpaket für 6000 Euro verkaufen. Auch da kam der Verkauf nicht zustande, konnte den Betrüger sogar festgenommen werden.

Kriminelle wollen sich auch Zugang zu Wohnungen verschaffen

Neben der Idee, auf diese Weise Geld zu „verdienen“ könnte laut Polizei aber auch ein Ziel sein, sich Zugang zu Häusern und Wohnungen zu verschaffen. In Stadtlohn war es jedenfalls der erste Betrugsversuch dieser Art im Kreis Borken, sagt Frank Rentmeister, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Borken, auf Anfrage der Redaktion.

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Auch andere Betrugs-Maschen rund um Corona wie die angebliche Infektion naher Verwandter seien hier nicht aufgetaucht. Frank Rentmeister: „Wir hoffen mal, dass das so bleibt.“ Dennoch gibt es Warnhinweise: Impfstoff ist auf dem freien Markt nicht erhältlich. Die Impfungen sind kostenlos. Im Zweifelsfall sollte die Polizei informiert werden.

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