Stehende Ovationen für "Messa da Requiem"

Verdi-Projekt

Am Ende brandete der Beifall in Form stehender Ovationen in der Stadtlohner St.-Otger-Kirche auf – in den gut eineinhalb Stunden zuvor hatten ebenso vielschichtige Klänge das Publikum in den Bann geschlagen.

17.10.2011, 18:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

In dieses eindrucksvolle musikalische Gefüge woben sich die vier Solisten des Abend klanglich überzeugend mit ein: Anrührend und mit emotionalem Tiefgang verstanden es Claudia Patacca, Sopra, Annelies Lamm, Mezzosopran, Marten Smeding, Tenor, und Nanco de Vries, Bariton, die existenziellen Dimensionen auszuloten, die dieses Werk aufgreift. Das galt ebenso für die Chöre und das Orchester, sei es bei Passagen, in denen der Schrecken stürmisch und schockierend in das Leben des Menschen tritt, sei es andererseits das leise, nahezu resignative Wehklagen, das angesichts der Endlichkeit des menschlichen Daseins die Seele umfasst. Der Konzertraum tat sein Übriges, um die Intensität der Aufführung noch zu steigern: Er verlieh dem Vortrag ein hohes Maß an akustischer Direktheit – eine Herausforderung, denn noch am Abend zuvor war das Requiem in Enschede unter gänzlich anderen Bedingungen aufgeführt worden.

So durften die Zuhörer mit nachhaltigen Erinnerungen an dieses musikalische Erlebnis nach Hause gehen, während die Akteure mit ihrem Dirigenten Eric Kotterink ein überaus positives Fazit ziehen konnten.

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