Stehender Applaus für Alfred Kramer

"Immer eine Bank"

Wenn gleich fünf Bürgermeister - drei amtierende und zwei Ruheständler - einen Mann aus dem Berufsleben verabschieden, dann ist das schon etwas Besonderes. Für Alfred Kramer, den scheidenden Geschäftsführer der SVS-Versorgungsbetriebe, gab es als Zugabe noch stehenden Applaus in der vollbesetzten Stadtlohner Stadthalle.

STADTLOHN

, 08.01.2016, 18:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Vertrauen“ heißt die Skulptur des Künstler Norbert Then, die der scheidende SVS-Geschäftsführer zum Abschied erhielt; von links: Bürgermeister Christian Vedder (Südlohn), Bürgermeister Christoph Holtwisch (Vreden), Alfred Kramer, Bürgermeister Helmut Könning (Stadtlohn) und Jörg Schumacher (RWE).

„Vertrauen“ heißt die Skulptur des Künstler Norbert Then, die der scheidende SVS-Geschäftsführer zum Abschied erhielt; von links: Bürgermeister Christian Vedder (Südlohn), Bürgermeister Christoph Holtwisch (Vreden), Alfred Kramer, Bürgermeister Helmut Könning (Stadtlohn) und Jörg Schumacher (RWE).

Vertreter der drei Kommunen Stadtlohn, Vreden und Südlohn, die zusammen mit der RWE Gesellschafter der Versorgungsbetriebe sind, Stadtwerke aus dem Münsterland, Wegbegleiter und nicht zuletzt die 70 SVS-Mitarbeiter dankten dem 64-jährigen Kramer für seine Aufbauleistung in den vergangenen 27 Jahren (Münsterland Zeitung berichtete). Ohne ihn, da waren sich alle Festredner einig, wären die SVS-Versorgungsbetriebe nicht das, was sie heute sind: "Ein bestens aufgestelltes Unternehmen, das zugleich zukunftsfähig ist", so das Urteil von Stadtlohns Bürgermeister Helmut Könning.

Bürgermeister beruhigt

Sein Vredener Amtskollege Dr. Christoph Holtwisch lobte: "Alfred Kramer war immer eine Bank. Das war für uns Bürgermeister immer beruhigend." Was Holtwisch besonders imponierte: "Herr Kramer hat nicht nur das Unternehmen gesehen, sondern immer auch die gesellschaftliche Verantwortung."

Südlohns Bürgermeister Christian Vedder wies besonders auf Kramers "Gespür für aktuelle Probleme und zukunftsorientierte Entwicklungen" hin. So habe Kramer frühzeitig die Bedeutung des Breitbandausbaus erkannt und vorangetrieben.

Stadtlohns ehemaliger Bürgermeister und Stadtdirektor Engelbert Sundermann ließ die Entwicklung der früheren Stadtwerke und die SVS-Gründung im Jahr 1996 Revue passieren - ein "bemerkenswertes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit - und eine tolle Aufbauleistung von Alfred Kramer", so Sundermann.

Kramers Nachfolger Thomas Spieß sieht "große Fußstapfen, in die ich nun treten darf". Spieß blickte auch in die Zukunft: "Wir haben große Themen vor der Brust: erneuerbare Energien, den Ausbau des Lichtwellenleiternetzes und die Umsetzung der SV-Bädergesellschaft."

Dafür wünschte ihm die Festgesellschaft das, was Al-fred Kramer zuteil wurde. Denn der konnte in seinem Schlusswort nicht nur seiner "tollen Mannschaft", seinen Wegbegleitern, seiner Frau Maria und den vier Kindern für Unterstützung danken: "Ich muss auch dem Herrgott für meine Gesundheit dankbar sein. In all den Berufsjahren brauchte ich keinmal einen gelben Schein."

 

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