Stück für Stück saniert

Eichendorffstraße

Die ersten Teilstücke sind schon wieder asphaltiert. Die geplanten Bauarbeiten an der Eichendorffstraße schreiten weiter voran. Ab Montag soll es mit den Kanalarbeiten und damit auch mit den Kanalhausanschlüssen weiter gehen. Bis zum Sommer sollen die Bauarbeiten andauern.

STADTLOHN

, 10.01.2016, 17:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Sanierungsarbeiten an der Eichendorffstraße Stadtohn gehen weiter.

Die Sanierungsarbeiten an der Eichendorffstraße Stadtohn gehen weiter.

Insgesamt kosten die Maßnahmen rund 1.455.000 Euro. Davon entfallen etwa 700.000 Euro auf die Kanalbauarbeiten und 755.000 Euro auf die Straßenarbeiten.

Die durchzuführenden Bauarbeiten sind eine Kombi-Maßnahme des Kreises Borken sowie der Stadt Stadtlohn: Der Kreis ist zuständig für die Erneuerung und Pflasterung von Fahrbahn und Gehweg, die Stadt Stadtlohn führt die Kanalarbeiten durch.

Teilstücke bereits fertig

Von der Vredener Straße bis zur ersten Straßeneinmündung sind die Arbeiten bereits durchgeführt - von den Kanalsanierungen bis hin zur neuen Deckschicht. Im Fachjargon spricht man davon, dass eine sogenannte bituminöse Tragschicht aufgetragen worden ist. Über diese Spezialschicht kommt dann später die Asphaltdeckschicht. Betroffen davon sind die begeh- und befahrbaren Flächen. Wenn es erst mal soweit ist, dann sind die Arbeiten an einem Teilstück der betroffenen Straße vorerst abgeschlossen.

Mit der Fortführung der Arbeiten ab Montag sollen zunächst weitere Gruben ausgehoben werden, wenn die Witterung es weiter zulässt. "Es darf dann nicht stark regnen oder frieren", sagte Heribert Bernemann vom Tiefbau der Stadt Stadtlohn.

Abschnittsweise werden die nötig gewordenen Sanierungsarbeiten an der Eichendorffstraße von der Höhe Vredener Straße bis zum Einmündungsbereich an der Breslauer Straße - Stück für Stück - durchgeführt. So sollen die potenziellen Beeinträchtigungen für die betroffenen Anwohner möglichst gering gehalten werden. Etwa 900 Meter der Straße sind insgesamt von den Baumaßnahmen betroffen.

Im Zuge der noch anstehenden Kanalsanierungen werden auch neue Versorgungsleitungen des Energiedienstleisters SVS-Versorgungsbetriebe in den Bürgersteig verlegt. Im Anschluss an die Maßnahmen wird neu gepflastert - allerdings werden dazu die vorhandenen Pflastersteine weiter verwendet. "Die Steine sind qualitativ noch gut", sagte Heribert Bernemann.

Zwei Verfahren

Die Kanäle werden in Form von zwei verschiedenen Verfahren saniert, aber nicht auf kompletter Länge der 900 betroffenen Meter der Eichendorffstraße. Zum einen werden Rohre komplett erneuert, zum anderen wird das sogenannte "Schlauchliner-Verfahren" angewendet. Dabei werden die vorhandenen Rohre von innen mit einer speziellen Kunststoff- oder Harzschicht imprägniert. Kurz gesagt wird ein Schlauch aus Kunststoff durch die vorhandenen Schächte in den Kanal eingeführt und aufgeblasen. Das Material härtet von innen aus.

Durch dieses spezielle Verfahren entstehe sozusagen ein eigener Kanal im Kanal, erklärte Christian Abbing von der Facheinheit Straßenbau und Verkehrsplanung des Kreises Borken. Das Verfahren spare nicht nur Zeit und Geld, sondern verursache auch simpel weniger Dreck, weil man sich die Erdarbeiten sparen könne. "Dadurch kann man größtenteils auf Tiefbaumaßnahmen verzichten", bestätigte auch Bernemann.

Die Erneuerung der Hausanschlüsse nehme die meiste Zeit in Anspruch, teilweise müsse drei bis vier Meter tief gegraben werden. Bis zum Juni/Juli sollen die Maßnahmen an der Eichendorffstraße abgeschlossen sein, vorausgesetzt, es käme kein Frost oder schwierigere Wetterlagen dazwischen.

Rechtzeitig informiert

Sobald Haushalte vor Ort von den Sanierungsarbeiten der Kanalhausanschlüsse betroffen sind, werden sie rechtzeitig informiert, Behinderungen bekannt gegeben, versicherte die Stadt Stadtlohn auf Anfrage der Münsterland Zeitung.

 

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