Für Rollstuhlfahrer bislang unpassierbar: Der Eingangsbereich zum Losbergstadion wird jetzt mit Unterstützung der Vital.NRW-Region Berkel/Schlinge neu gestaltet. © Stefan Grothues
Vital.NRW-Region

SuS macht den Zugang zum Losbergstadion für Rollstuhlfahrer frei

Die Sportvereine SuS und DJK machen ihre Sportstätten attraktiver und erhalten dafür Geld aus einem Fördertopf des Landes NRW. Jetzt können auch wieder andere Vereine Förderanträge stellen.

Abstrakter Name, konkrete Projekt: Vital.NRW-Region Berkel/Schlinge, so heißt ein Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, das die Entwicklung attraktiver ländlicher Räume unterstützen soll. Als „super Sache“ bezeichnete der SuS-Vorsitzende Wilfried Steinhage das Projekt. Der SuS profitiert jetzt mit einem Projekt für die Umgestaltung des Eingangsbereichs des Losbergstadions von dem Förderprogramm.

Vital-Fördermittel kamen in diesem Jahr 22 Kleinprojekten in Stadtlohn, Südlohn, Vreden und Gescher zugute. Insgesamt 200.000 Euro standen zur Umsetzung der Kleinprojekte zur Verfügung: 180.000 Euro aus den Bundes- und Landesmitteln des Kleinprojekte-Förderprogramms sowie weitere 20.000 Euro aus den Haushalten der vier Kommunen der Region.

Große Projektvielfalt

„Die Vielfalt der umgesetzten Projekte kennt dabei kaum Grenzen. Besonders bemerkenswert ist in dieser Region allerdings die Vielzahl an Projekten, von denen Kinder profitieren“, so Kathrin Brinkschmidt, Sprecherin der Vital-Geschäftsstelle in einer Pressemitteilung.

So wurde in Stadtlohn das Forscherhaus für Kinder in der Dufkampstraße bei der Renovierung der Räume und der Anschaffung von Möbeln unterstützt. Mit Hilfe der Förderung konnte auch eines der ersten Coworking Spaces der Region ebenfalls in der Dufkampstraße in Stadtlohn eröffnet werden, wodurch neue Arbeitswelten nachhaltig entwickelt werden.

Kein Umweg mehr für Rollstuhlfahrer

Die derzeitige bauliche Situation im Zugangsbereich des Losbergstadions in Stadtlohn nennt der SuS-Vorsitzende Wilfried Steinhage „sehr unbefriedigend“. Als offizieller Eingang für Besucher in das Stadiongelände biete dieser aktuell weder einen barrierefreien Zutritt für gehbehinderte und ältere Menschen noch für Rollstuhlfahrer.

Der SuS-Vorsitzende Wilfried Steinhage freut sich über die Förderung des Landes für Verbesserungen rund um das Losbergstadion.
Der SuS-Vorsitzende Wilfried Steinhage freut sich über die Förderung des Landes für Verbesserungen rund um das Losbergstadion. © Münsterland Zeitung © Münsterland Zeitung

Steinhage: „Rollstuhlfahrer müssen einen Umweg über eine Seitenzufahrt in Kauf nehmen.“ Auch herrschten im Bereich der Fahrradständer „manchmal chaotische Zustände“, weil es zu wenig und schlecht platzierte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder gibt. Im Zuge der Umgestaltung soll nun eine Rampe mit leichter Steigung neben der Treppenanlage vor dem Stadion errichtet werden.

Neue Fahrradständer

Neue Fahrradständer an neuem Ort und mit neuer Pflasterung sind bereits aufgestellt worden. „Die zukunftsorientierte Modernisierung dient nicht nur der Attraktivitätssteigerung des Eingangsbereichs, sondern erwirkt zudem eine hohe funktionelle Wertsteigerung, da viele Kurs- und Trainingsteilnehmer (Fußball, Leichtathletik, Läufer und Triathleten) täglich mit dem Fahrrad zum Losbergstadion gelangen“, heißt es in der Projektbeschreibung. Eine Fördersumme in Höhe von 16.000 Euro kann der SuS hierfür einplanen.

Neuer Fahnenmast für die DJK

Die DJK Eintracht Stadtlohn profitiert ebenfalls von dem Förderprogramm, allerdings mit einer kleineren Maßnahme: Für einen Fahnenmast und einen neuen Pavillon für Materialien und Sportgeräte steht eine Fördersumme von rund 1000 Euro bereit.

Neue Fahrradständer und eine neue Pflasterung verbessern das Umfeld des Losbergstadions.
Neue Fahrradständer und eine neue Pflasterung verbessern das Umfeld des Losbergstadions. © Stefan Grothues © Stefan Grothues

„Es freut uns sehr, dass das neue Förderprogramm auf so positive Resonanz gestoßen ist. Wir sind schon gespannt, welche Projektideen im kommenden Jahr eingereicht werden“, erklärt Koordinatorin Linn Westermann vom Regionalmanagement der Vital.NRW-Region rückblickend.

Neue Projektideen können bald eingereicht werden

Auch 2021 sind gute Idee der Bürgerinnen und Bürger aus der Region gefragt. Dann geht die Kleinprojekte-Förderung in die zweite Runde.

Bereits ab dem 6. Januar 2021 können Projektideen eingereicht werden. Voraussetzung: Die förderfähigen Gesamtkosten liegen bei maximal 20.000 Euro und das Projekt kann zwischen Mai und November 2021 umsetzt werden. Die Einreichungsfrist endet am 17. Februar.

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