Tennisplatz muss funktionieren

Kommentar

Die Tennisspieler vom Verein Blau-Weiß stört der Schattenwurf der Bäume. Die Stadt lehnt die Fällung aber ab. Lesen Sie dazu unseren Kommentar.

Stadtlohn

, 13.02.2019, 18:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bäume sind schützenswert. Punkt. Aber es gibt auch Ausnahmen. Verwaltung und Politiker tun gut daran, Baumfällanträge im öffentlichen Raum nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Wann immer Bürger allein wegen des Laubfalls einem Baum an den Kragen wollen, sollte die Stadt Nein sagen.

So gesehen war es wohl ein taktischer Fehler, dass die Tennissportler in ihren Baumfällantrag den zusätzlichen Aufwand für die Platzpflege als Argument anführten. Da reagieren die Politiker zu recht allergisch. Das Argument ist auch unnötig. Die Tennissportler haben ja ein viel schlagkräftigeres. Schlagschatten auf dem Tenniscourt sind einfach nicht wettkampfgerecht. Das ist nachvollziehbar.

Und wenn Zweifel bestehen, dann kann sich der Ausschuss auf seiner jährlichen Sommertour ja selbst ein Bild davon machen. Bei der Gelegenheit wird er sich auch davon überzeugen können, dass die bereits arg beschnittenen Buchen am Spielfeldrand nicht gerade zu den Bäumen zählen, die unbedingt erhaltenswert sind – wenn nicht nur die Blätter stören, sondern der Schattenwurf das Tennisspiel schwer beeinträchtigt.

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