Badleiter Oliver Karlsberg und sein Team haben alles vorbereitet, damit das Schwimmvergnügen im Stadtlohner Freibad starten kann. Wegen der Coronapandemie werden wieder Zeitslots von zwei Stunden für einen Besuch möglich sein. © Markus Gehring
Freibad Stadtlohn

Trotz Regen und Corona: Stadtlohner Freibad öffnet am Pfingstsamstag

Erst am Freitagvormittag war alles geklärt: Zu Pfingsten macht das Freibad auf. Wichtig: Alle Besucher müssen sich vorher online einen Termin buchen und frisch getestet oder geimpft sein.

Auch wenn die Wetteraussichten zu Pfingsten die Meisten nicht ans Freibad denken lässt: Ab 9 Uhr am Samstag, 22. Mai, kann, wer vorher einen Termin gebucht hat, in Stadtlohn ins Becken springen und Bahnen ziehen. Weitere Voraussetzung, so die SVS-Bäder: ein negativer Coronatest, nicht älter als 48 Stunden, oder der Nachweis der vollständigen Impfung.

Wichtig darüber hinaus: Die Gäste müssen nicht nur die Buchungsbestätigung, sondern auch ihren Personalausweis dabeihaben. Wie im vergangenen Jahr werden auch nun wieder Zeitslots eingerichtet. Das heißt, ein Besuch kann höchstens zwei Stunden dauern. Am Samstag von 9 bis 11 Uhr wären also die ersten Besucher im Bad zugelassen.

Neu ist: „Verweilen“ ist verboten

Badleiter Oliver Karlsberg und sein Team kennen den Betrieb unter Corona-Bedingungen aus dem vergangenen Jahr. „Vom Grundsatz her“, sagt der Badleiter im Telefonat mit der Redaktion. Neu ist: „Verweilen“ ist verboten. Das bedeutet, dass die Liegewiese im Freibad zwar frisch gemäht ist, aber nicht benutzt werden darf. Statt Sonnenbaden im Liegen auf dem Handtuch dürfen jetzt nur kurze Pausen gemacht werden. „Das Freibad muss zum Zwecke der Sportausübung genutzt werden“, heißt es dazu in der Verordnung, an die sich die SVS Bäder als Betreiber des Freibads halten müssen.

„Wir haben am Beckenrand verteilt ein paar Bänke aufgestellt“, sagt Oliver Karlsberg. Es muss sich also niemand die ganze Zeit über nur im Becken aufhalten. Drinnen sollte er oder sie aber schon in Bewegung bleiben, denn das Wasser hat noch nicht die Temperatur wie gewohnt. Das Wetter mit Regen, Wind und den kalten Nächten tut sein übriges dazu. Aber die Vorbereitungszeit war auch zu kurz zum Aufwärmen, sagt der Badleiter.

Vielleicht im Sommer wieder möglich? Unbeschwertes Badevergnügen ohne Abstand und Zeitslots wegen Corona  im Stadtlohner Freibad wie hier im Sommer 2019.
Vielleicht im Sommer wieder möglich? Unbeschwertes Badevergnügen ohne Abstand und Zeitslots wegen Corona im Stadtlohner Freibad wie hier im Sommer 2019. © Markus Gehring (A) © Markus Gehring (A)

Also hat das Wasser bis zum Wochenende noch keine 24 Grad, sondern nur 20, aber vielleicht arbeitet ja nächste Woche die Sonne mit dran. Alles andere hat das Team schon erledigt in Erwartung der Eröffnung. „Wir haben die Technik überprüft, Reinigungsarbeiten durchgeführt, das Wasser ins Becken gelassen …“, zählt Oliver Karlsberg auf. Auch die Grünanlagen wurden in Schuss gebracht, Totholz aus den Bäumen entfernt, der Rasen gemäht.

Viele Regeln aus der Schutzverordnung umzusetzen

Beim Betreiber des Freibads, der SVS-Bäder, galt es dagegen in den vergangenen Tagen die Coronaschutzverordnung genau zu lesen und für den Freibadbetrieb umzusetzen. „Das musste ja relativ schnell gehen“, blickt Verena Hippers auf die Tage seit Ende letzter Woche zurück. Schließlich sollte das Bad möglichst zu Pfingsten geöffnet werden.

Über die Online-Ticketreservierung (www.svs-versorgung.de/baeder) können die Gäste ihre Eintrittskarte für das Freibad in Stadtlohn reservieren. Jede Anmeldung ist für eine Person – Familienreservierungen zum Beispiel sind nicht möglich: „Jeder Gast muss namentlich einzeln registriert werden, da wir nur so eine Nachverfolgung gewährleisten können“, so die SVS. Eine Reservierung ist bis zu sieben Tage im Voraus möglich.

Die Besucher werden gebeten, die Bestätigungs-E-Mail digital oder ausgedruckt an der Bäder-Kasse vorzeigen. Die Zahlung des Eintrittes erfolgt ausschließlich in bar. Die SVS-Bäder bittet ihre Besucher, das Eintrittsgeld passend mitzubringen, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

Eintrittspreis ist nicht teurer geworden

„Idealerweise kommt der Gast schon in Badekleidung ins Freibad“, gibt die SVS-Bäder noch einen Tipp für den reibungslosen und möglichst kontaktarmen Aufenthalt im Freibad. So müssten die Umkleiden nicht genutzt werden.

Der Eintritt ist wegen Corona nicht teurer geworden. Dies gilt auch für die Mehrfacheintrittskarten sowie für Ermäßigungen durch den Familienpass und die Ehrenamtskarte. Einzelkarten kosten 3, ermäßigt 1,50 Euro, 10er-Karten 22 beziehungsweise 11 Euro und 50er-Karten 70 beziehungsweise 35 Euro.

Über die Autorin
Redaktion Ahaus
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Anne Winter-Weckenbrock

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