Volieren im Losbergpark: Vogelfreunde suchen Helfer für die Pflege

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Vom Lachenden Hans bis zur Schneeeule: Die Vögel in der Voliere sind ein Anziehungspunkt im Losbergpark. Weil der Verein der Vogelliebhaber aufgelöst wurde, werden jetzt Freiwillige gesucht.

Stadtlohn

, 25.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Stadtlohner Verein der Vogelliebhaber hat sich aufgelöst. Das soll aber nicht bedeuten, dass die Volieren mit Eulen und Sittichen im Losbergpark aufgegeben werden. Ehemalige Vereinsmitglieder sind weiter aktiv und erhalten personelle Hilfestellung vom Verein Fortuna. Aber: Weitere Mitstreiter werden gesucht, die sich fachkundig um die Vögel kümmern möchten und können.

Alfred Kramer (Vorsitzender Reitverein Fortuna), Franz Marpert (Fortuna), Hubert Bockhorn und Dieter Schley (ehemals Verein der Vogelliebhaber) würden sich über Helfer freuen, die regelmäßig bei der Pflege der Vögel in den Volieren im Losbergpark helfen würden.

Alfred Kramer (Vorsitzender Reitverein Fortuna), Franz Marpert (Fortuna), Hubert Bockhorn und Dieter Schley (ehemals Verein der Vogelliebhaber) würden sich über Helfer freuen, die regelmäßig bei der Pflege der Vögel in den Volieren im Losbergpark helfen würden. © Anne Winter-Weckenbrock

Beim Ortstermin im Losbergpark erklärt Dieter Schley, der letzte Vorsitzende des Vereins der Vogelliebhaber, warum es das Aus für den Verein gegeben hat: Alters- und gesundheitliche Gründe seien ausschlaggebend gewesen. Vor einem halben Jahr war auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Beschluss zur Auflösung gefasst worden, blickt Schley zurück. „Es gab weniger Interesse und weniger Bereitschaft, mitzuhelfen“, hatte der Vorstand zuvor feststellen müssen.

Vogelfreunde suchen Helfer für die Pflege der Volieren-Vögel

Aber weil es schade wäre, wenn die Volieren aufgegeben werden müssten, hätten einige Aktive Kontakt „zum Nachbarn“ aufgenommen, zum Reitverein Fortuna, der nebenan im Losbergpark das Reittherapiezentrum betreibt. Und dort stießen die Vogelfreunde auf recht offene Ohren: „Wir als Reittherapiezentrum mit unserem Café haben ein Interesse daran, dass die Volieren bleiben“, betont Fortuna-Vorsitzender Alfred Kramer.

Der Verein habe personelle Hilfe zugesagt. Eine seiner Mitarbeiterinnen, Renate Pahl, kennt sich aus ihrer vorherigen beruflichen Tätigkeit mit Tieren und Vögeln aus und geht nun während ihrer Arbeitszeit „ein, zwei Stunden rüber und versorgt die Vögel sachgerecht“, wie Franz Marpert vom Reitverein Fortuna erläutert. „Mit Alfred Kramer ist er sich auch einig, dass die Volieren ein Anziehungspunkt sind im Losbergpark.

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Hubert Bockhorn nickt. Der Stadtlohner war Mitglied bei den Vogelliebhabern und kümmert sich gemeinsam mit Lisa Hornemann, ebenfalls aus Vereinsreihen, um die Sittiche und Eulen. Aber die Arbeit und Verantwortung nur auf zwei, mit denen von Renate Pahl auf drei Schultern – das ist zu wenig. Nun besteht die Hoffnung, dass sich Freiwillige melden, die bei der täglichen Arbeit in den Volieren und der Pflege der Tiere mithelfen möchten.

Penantsittiche können auch bewundert werden in den Volieren im Losbergpark. Aber auch Schneeeulen oder der Lachende Hans.

Penantsittiche können auch bewundert werden in den Volieren im Losbergpark. Aber auch Schneeeulen oder der Lachende Hans. © Anne Winter-Weckenbrock

„Wir müssen breiter aufgestellt sein“, sagt Hubert Bockhorn. Samstags von 10 bis 12 Uhr ist er an den Volieren im Losbergpark zu finden – dann ist Arbeitseinsatz und Interessierte können sich direkt über die Aufgaben informieren. Oder aber bei Hubert Bockhorn telefonisch unter (0170) 9 18 13 66. Bald soll auch ein Briefkasten an den Volieren montiert werden, in denen Kontakte hinterlassen werden können.

In den großen Volieren sind vor allem Sittiche zu bewundern: Königs-, Ziegen- oder Penantsittiche genauso wie Nymphen- oder Wellensittiche. Aber auch Rotschnabelkittas, Wachteln oder die „Unzertrennlichen“ (Agaporniden). Der „Lachende Hans“ ist gleich zweifach vertreten, das Duo unterhält so manchen Spaziergänger jeden Alters. In einer Voliere ein paar Meter weiter lebt ein Schneeeulenpärchen.

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Gefüttert werden die Vögel mit Gemüse, Obst oder Körnerfutter. Die Eulen ernähren sich von toten Eintagsküken. Die Freiwilligen, die sich melden, sollen auf jeden Fall Sach- und Fachkunde vermittelt bekommen für ihr Ehrenamt, betonen alle.

Der Reitverein Fortuna sei auch bereit, sein an der Eulenvoliere geplantes Gebäude dem Team zur Verfügung zu stellen, genauso wie vorhandenes Arbeitsgerät. „Wir sind Nachbarn“, bringt Franz Marpert das Motiv auf den Punkt.

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