Einen der beiden Schnelltestbusse hat Betreiber Bernd Busert nun anstatt des Veranstaltungszeltes an der Heinestraße stationiert. Dort können die Bürger auch das Drive-in-Angebot wahrnehmen. © Michael Schley
Corona-Schnelltests

Vom Zelt zum Bus: Angebot an der Teststation wird aber nur optisch angepasst

Das Zelt an der Heinestraße ist vorerst Geschichte, die Teststation bleibt allerdings unverändert bestehen. Betreiber Bernd Busert setzt nun einen seiner zwei Busse ein. Dafür gibt es Gründe.

Vom Zelt zum Bus: Zumindest optisch stellt sich die Teststation an der Heinestraße neu dar. An die Stelle des großen Veranstaltungszeltes ist ein Bus gerückt. Am Angebot ändert sich dadurch nichts. Für den Umstieg gibt es pragmatische Gründe, wie Betreiber Bernd Busert erklärt: „Dadurch, dass die Verpflichtung, Negativtests vorzuweisen, rückläufig ist, ist auch die Nachfrage zwangsläufig zurückgegangen.“

Insbesondere unter der Woche, da decken sich die Erkenntnisse in der Region. „Das Zelt war schon etwas überdimensioniert.“ Zelte würden zudem nun wieder vermehrt für das Kerngeschäftsfeld benötigt, Personal müsse nicht mehr in der Form wie bisher gebunden werden, dieses würde zudem mittlerweile auch wieder anderweitig eingesetzt.

Öffnungszeiten bleiben nahezu unverändert

„Wir werden unser Angebot aber in gewohnter Form aufrechterhalten“, so Busert – auch wenn man nun sicher mit dem etwas spitzeren Bleistift rechnen müsse. Bekanntlich wurden auch die Vergütungen neu kalkuliert. „Wir haben Verantwortung übernommen und werden dieser auch weiter gerecht“, so Busert. Und so kam die Idee, das Zentrum mit dem Bus zu verankern.

Von 7 bis 19 Uhr werden Schnelltests weiterhin auf dem ehemaligen Gelände des Wertstoffhofs angeboten.
Von 7 bis 19 Uhr werden Schnelltests weiterhin auf dem ehemaligen Gelände des Wertstoffhofs angeboten. © Michael Schley © Michael Schley

Zwei Busse hatte Busert als mobile Teststationen aufbereitet, um mit diesen Unterstützung in der Region und darüber hinaus zu leisten. „Das hat sich nicht so entwickelt, wie wir uns das vorgestellt hatten“, berichtet Busert. Aufgeben wollte man die Busse aber nicht, sie seien weiter eine mobile Alternative. Einer wurde nach Nordhorn verliehen. „Dort übernimmt dieser nun die Aufgabe der Testung, die zuvor stationär in einer Disco angeboten wurde“, so Busert. Den zweiten Bus hat man nun an der Heinestraße stationiert.

Dort können die Tests auch als Drive-in-Angebot wahrgenommen werden. Auch angesichts der nun höheren Temperaturen kommt der Bus dem Personal zugute, im Zelt hatte sich die Hitze mitunter doch arg gestaut. Marginal angepasst wurden die Öffnungszeiten. „Wir starten morgens eine Stunde später, nun um 7 Uhr“, so Busert. Geschlossen wird weiter um 19 Uhr. Die Zeiten der Station am Rathaus bleiben bestehen, eine dritte Teststation wird zudem noch in Legden betrieben.

Nachfrage könnte zum Herbst hin wieder steigen

Dass der Bedarf an Schnelltests aktuell bleiben und dass die Nachfrage wieder steigen wird, davon ist Bernd Busert überzeugt, man müsse schließlich lernen, mit dem Coronavirus zu leben: „Und wer weiß, wie die Lage zum Herbst und Winter hin aussieht.“ Bei den dann wieder möglich werdenden Großveranstaltungen wie Festivals werden Tests ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheitskonzepte sein. Dazu kommen die Unsicherheiten mögliche Virusvarianten betreffend.

Besonders zum Wochenende hin spüre man jetzt noch, dass die Bürgerinnen und Bürger verantwortungsvoll mit der Lage umgehen. „Gerade am Freitag ist ein großer Anstieg zu erkennen“, so Busert. Viele Bürger seien zudem noch ein wenig verunsichert, testeten deshalb, auch wenn sie es nicht zwingend müssten.

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