Was das Kunstwerk „Weltbaustelle“ in Coesfeld mit Stadtlohn zu tun hat

Kunstwerk Weltbaustelle

Das Kunstwerk „Weltbaustelle Coesfeld“ ist im Stadtlohner Kunstklärwerk entstanden. Das Künstlerduo Norbert Then (Stadtlohn) und Emmanuel Owor (Uganda) hat es gemeinsam erschaffen.

Stadtlohn

09.10.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
 Was das Kunstwerk „Weltbaustelle“ in Coesfeld mit Stadtlohn zu tun hat

Foto oben: Ein Detail aus dem Kunstwerk „Weltbaustelle Coesfeld“. Foto unten: Die Künstler Emmanuel Owor (l.) Norbert Then bei der Einweihung des Kunstwerks. fotos pd © Kolpingwerk-Diözesanverband Müns

Es begann mit einer kleinen Idee. Eine Art der Begegnungsmöglichkeit sollte das Kunstwerk der „Weltbaustelle Coesfeld“ werden. Entstanden sei nun ein Ort des Friedens und der freien Gedanken, so die Künstler Norbert Then (Stadtlohn) und Emmanuel, genannt Emma, Owor (Uganda), am Sonntag bei der Einweihung und Übergabe des Werks.

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Gleich bei ihrem ersten Zusammentreffen, das gerade mal drei Wochen zurückliegt (Münsterland Zeitung berichtete), sei aus den ersten Ideen und Inspirationen ein großer Traum geworden, so das Künstlerduo. Denn so eine Kuppel, wie sie im Rahmen der Kampagne „Weltbaustelle Coesfeld“ nun auf dem Rasen zwischen Kolping-Bildungsstätte und Piuswäldchen zu sehen ist, könnte nach den Ideen der Künstler über deren Netzwerke überall auf der Welt entstehen.

„Denn die Verantwortung für unseren Planeten tragen wir alle gemeinsam“, stellt Emma Owor die Intention dieser Kunstidee vor, so der Kolpingwerk-Diözesanverband Münster in einer Pressemitteilung.

Auf Einladung des Kolpingwerk-Diözesanverbands Münster fand am Sonntag mit rund 50 Gästen, Kooperationspartnern und Nachbarn eine kleine Feierstunde zur Einweihung und Übergabe an die Bürger Coesfelds statt. Sie konnten sich davon überzeugen, dass das Motto der NRW-Weltbaustellen „Die Welt von morgen wächst vor Ort!“ mit diesem Projekt in Coesfeld sinnbildlich bestens umgesetzt wurde.

 Was das Kunstwerk „Weltbaustelle“ in Coesfeld mit Stadtlohn zu tun hat

Symbole, Worte und Bilder sind im Geflecht der Kuppel installiert, die Menschen zum Nachdenken anregen sollen. © Kolpingwerk-Diözesanverband Müns

Das Kunstwerk beschäftigt sich thematisch mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen. Es soll Menschen zum Nachdenken und Handeln einladen. Nicht nur in Coesfeld, sondern weltweit.

Dass das gelingen kann, zeigen Then und Owor mit dem Werk auf beeindruckende Art und Weise. Die Themen der Entwicklungsziele wie Umwelt- und Klimaschutz, Frieden und Geschlechtergerechtigkeit, Menschenwürde, Bildung für alle, Gesundheit und saubere Meere, setzen sie mit einer einladenden Leichtigkeit um. Symbole, Worte und Bilder haben sie dazu in die Geflechte der Kuppel installiert, die wiederum als die unauflösbare Verbundenheit aller Menschen untereinander und mit der Natur verstanden werden kann.

Begegnung- und Aktionsraum

Und das Kunstwerk, das von allen Interessenten als Begegnungs- und Aktionsraum genutzt werden soll, wird weiterwachsen. „Im kommenden Frühjahr werden wir alle Bürgerinnen und Bürger zu einem Pflanzfest einladen. Denn rund um die Kuppel soll noch ein Pflanzstreifen angelegt werden“, lud Sonja Wilmer-Kausch, Geschäftsführerin des Kolping-Diözesanfachausschusses „Internationalität und Eine Welt“ und Koordinatorin der Weltbaustelle Coesfeld, zum Mitmachen ein.

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Zwei Weinrebenstöcke und ein Gingko-Baum mittig unter der Kuppel wurden bei der Einweihung von Mitgliedern des Kolping-Diözesanpräsidiums und des Fachausschusses, des „Eine-Welt-Netzes“, den beiden Künstlern und Gästen aus dem Partnerland Uganda gepflanzt. Diese Baumart ist bereits seit über 300 Millionen Jahre auf unserer Erde heimisch und gilt bis heute als Symbol der Hoffnung und Freundschaft, des miteinander Wachsens und Lebens.

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