Windböe stößt LKW-Anhänger um - die nächste stellt ihn wieder auf

Karl-Hüls-Straße

Sturm Niklas hat in Stadtlohn zuerst die Feuerwehr auf den Plan gerufen und ihr dann selbst geholfen: Eine Windböe kippte einen Anhänger um – und die nächste stellte ihn wieder auf. Die Feuerwehr konnte wieder abrücken. Aber arbeitslos waren die Blauröcke deswegen gestern nicht.

STADTLOHN

, 31.03.2015, 12:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bis zum Nachmittag gab es sechs Einsätze für die Feuerwehr, wie die Polizeipressestelle mitteilte. Der Kurioseste war aber der am frühen Morgen. Um 7.20 Uhr wurden die Feuerwehrleute zum Einsatz auf die Karl-Hüls-Straße gerufen: Dort war der leere Anhänger eines LKW-Gespanns durch eine Sturmböe umgekippt worden und blockierte die Fahrbahn. Der vordere Anhänger wurde durch den auf der Seite liegenden hinteren Hänger in die Höhe gehoben.

Während die Feuerwehr sich ein Bild von der Lage machte, geschah es: Eine weitere Böe erfasste den Anhänger und stellte ihn wieder in seine richtige Position. Die Feuerwehr musste also nicht mehr eingreifen – „Niklas“ hatte ihr die Arbeit abgenommen. Allerdings wurde der LKW durch die Wetterkapriolen so stark beschädigt, dass für ihn Endstation an der Karl-Hüls-Straße war: Eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich.

Baum auf der Straße

Der Sturm hatte aber noch Arbeit „auf Lager“. Auf der L 572 (alte B 70) stürzte rund 200 Meter hinter dem Lichtgitter-Kreisel in Richtung Südlohn ein Baum um. Die Feuerwehr rückte mit dem passenden technischen Gerät aus, um die Fahrbahn zu räumen. Kurz darauf war der Düwing Dyk blockiert, auch dort mussten umgestürzte Bäume entfernt werden.

Erst habe die Feuerwehr Stadtlohn abgewartet, wie Feuerwehrchef Günter Wewers auf Anfrage der Münsterland Zeitung sagte. Ausgerückt wurde dann immer nach einer Alarmierung. „Aber am frühen Nachmittag haben wir uns dann doch entschlossen, eine Einsatzbereitschaft einzurichten“. Neun Feuerwehrleute bezogen also am Feuerwehrgerätehaus Stellung und rückten von dort aus. Immerhin gab es ja sechs Einsätze zu bestreiten. Unter anderem waren auch noch Tannenbäume am Owwering ein Grund zum Ausrücken. In Südlohn wurden bis nachmittags drei, in Vreden zwei Einsätze gefahren.

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