Das verfügbare Einkommen gibt an, wie viel Geld die Stadtlohner pro Jahr ausgeben können. © picture alliance / Lino Mirgeler/dpa
Statistik

Zwölf Einkommensmillionäre leben in Stadtlohn

Zwölf Menschen in Stadtlohn verdienen pro Jahr mehr als eine Million Euro, während zahlreiche Menschen deutlich weniger Geld haben. Eine Statistik gibt spannende Einblicke.

Mehr als 2000 Euro hat jeder Stadtlohner pro Monat rein rechnerisch zur Verfügung – egal ob Kind oder Rentner, Arbeitnehmer oder Arbeitsloser. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Landesamtes NRW hervor.

Dabei geht es jedoch nicht um das tatsächliche oder durchschnittliche Einkommen der Menschen, sondern um das sogenannte verfügbare Einkommen. Dafür rechnen die Statistiker Arbeitnehmerentgelt, Einkommen aus selbstständiger Arbeit und Vermögen zusammen. Abgezogen davon werden Steuern und Sozialabgaben, hinzugerechnet werden Sozialleistungen wie Hartz IV oder Kindergeld.

In Stadtlohn steht für das Jahr 2019 am Ende dieser Rechnung eine Summe von 497 Millionen Euro. Das ist das Geld, das alle Stadtlohner zusammen zur Verfügung hatten. Der Sinn dahinter ist, die Kaufkraft einer Kommune zu bestimmen. Denn diese 497 Millionen Euro können die Menschen in Stadtlohn theoretisch pro Jahr für Konsum- oder Sparzwecke ausgeben.

Vierköpfige Familie hätte über 8000 Euro

Diese Summe teilen die Statistiker dann durch die Anzahl der Einwohner. Heraus kommt ein verfügbares Einkommen von 24.499 Euro pro Jahr pro Einwohner. Pro Monat sind das 2041 Euro. Das heißt, eine vierköpfige Familie hätte 8164 Euro für Miete, Versicherungen, Lebensmittel, Kleidung und Freizeitaktivitäten.

Zumindest rein rechnerisch. Denn mit der Realität hat diese Zahl wohl kaum etwas zu tun. Das wäre so nur der Fall, wenn das Geld gleichmäßig unter allen Stadtlohnern aufgeteilt wäre. Doch natürlich gibt es viele Menschen, die deutlich weniger, und einige, die deutlich mehr Geld haben.

Einen Anhaltspunkt dafür liefert eine andere Statistik des Landesamtes. Darin geht es um sogenannte Einkommensmillionäre, also Menschen, die jährlich mehr als eine Million Euro verdienen. Zwölf solcher Einkommensmillionäre gab es 2017 in Stadtlohn. Neuere Zahlen gibt es nicht. Damit steht die Stadt sehr weit oben auf der Rangliste: Platz 31 von 291.

Am wenigsten Geld haben die Menschen in Gronau

Beim verfügbaren Einkommen sieht es etwas schlechter aus: Platz 157 von 396. Im kreisweiten Vergleich liegt Stadtlohn hier im oberen Mittelfeld. In sechs Kommunen ist das verfügbare Einkommen höher, in zehn niedriger.

Den niedrigsten Wert haben die Statistiker übrigens für Gronau errechnet: 1607 Euro pro Einwohner pro Monat. Der höchste Wert steht in Schöppingen mit 2202 Euro pro Einwohner pro Monat.

Wie in allen anderen Kommunen auch, ist dieser Wert in den vergangenen Jahren auch in Stadtlohn gestiegen, allein von 2018 auf 2019 um 3,2 Prozent. Wenn man die letzten sieben Jahre betrachtet, kommt man auf einen Anstieg von 24,25 Prozent. Dieser Wert liegt genau im Durchschnitt.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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Victoria Garwer

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