Leckere Crepes, Lakritz und demnächst sogar Schokofrüchte gibt es am Stand von Familie Schäfer. Ein „Bisschen“ Weihnachtsmarkt mitten in Schwerte. © Reinhard Schmitz
Corona in Schwerte

Ein kleines Bisschen vom Weihnachtsmarkt Dortmund steht in Schwerte

Der Dortmunder Weihnachtsmarkt findet wegen der Coronakrise nicht statt. Ein Schwerter Schausteller, der sonst immer dabei ist, hat aber Ersatz aufgebaut. Man findet ihn ganz in der Nähe.

Der größte Weihnachtsbaum der Welt ist schon wieder abgebaut. Der Weihnachtsmarkt in Dortmund findet wegen der Corona-Angst nicht statt. Doch ein klitzekleines Stückchen von ihm gibt es doch. Weit genug weg von Reinoldikirche und Hansaplatz, jenseits des Freischützberges, verbreitet dieses kleine Stück Weihnachtsmarkt jetzt ein bisschen adventliche Stimmung.

Denn die Schaustellerfamilie Schäfer hat sich etwas einfallen lassen. Sie hat eine Verkaufsbude aufgestellt. Auf der Schwerterheide, auf ihrem Betriebsgelände direkt an der Umgehungsstraße K20, die offiziell Am Eckey heißt, hat sie das Häuschen aufgestellt, das normalerweise seinen Platz zwischen Glühwein- und Christtagsdeko-Ständen in Dortmund hat.

Zum Start gibt es Crepes und Lakritz-Spezialitäten

Gelbe Leuchtsterne weisen den Weg zum Stand mit der heimeligen Holzfachwerk-Imitation. Der Duft von frischgebackenen Crepes liegt in der Luft – bestrichen mit Amaretto, bestreuselt mit Zucker oder belegt mit Thunfisch und anderen verführerischen Zutaten.

Daneben locken hinter den flachen Glasscheiben weitere Leckereien, die es sonst so geballt nur auf den großen Volksfesten gibt. Fächer über Fächer voller Veilchen-Dragees, Salmiakkugeln, Salinos und weiteren Lakritz-Spezialitäten.

Der Platz für den Verkaufsstand der Schaustellerfamilie Schäfer ist günstig gewählt: Viele Autos kommen ständig auf der K20/Am Eckey vorbei.
Der Platz für den Verkaufsstand der Schaustellerfamilie Schäfer ist günstig gewählt: Viele Autos kommen ständig auf der K20/Am Eckey vorbei. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

„So eine Vielfalt fehlt in Schwerte“, sagt Sebastian Olszewski, der eigentlich nur zufällig auf der Straße vorbeigefahren ist. Sonst gebe es nur Pizza, Burger oder orientalisches Essen. Eigentlich, so verrät er, hatte er ja ein anderes Ziel gehabt, um seinen Appetit zu stillen: „Ich war auf dem Weg zu McDonald´s und wollte was Herzhaftes essen.“ Doch dann kam es anders, als er im Augenwinkel das blau-weiß-rote Hinweisschild auf Schäfers Creperie „….und vieles mehr“ entdeckte.

Zum Parken nur kurz abbiegen

Man braucht nur kurz in den Osthellweg abzubiegen, und schon kann man am Straßenrand oder direkt auf dem Grundstück des Schaustellerbetriebs anhalten. „Der Standort hier ist mega. Perfekt – besser geht´s nicht“, schwärmt Sebastian Olszewski, bevor er zurück zu seinem Auto stapft – in der Hand gar nichts Herzhaftes, sondern einen Crepe mit Kinder-Bueno und einem Tröpfchen Baileys.

Künftig sind auch Mandeln und Schokofrüchte geplant

Vor der Hütte von Claudia Schäfer haben sich derweil schon die nächsten Kunden angestellt. Dabei hatte sie erst am vergangenen Wochenende erstmals probeweise geöffnet. Gutes spricht sich schnell herum. Jetzt will sie bis zum Fest täglich von 15 bis 19.30 Uhr ihre Leckereien anbieten.

Auf Wunsch der Kunden will sie das Sortiment sogar noch erweitern: „Mandeln und Schokofrüchte kommen noch.“ Also alles fast wie auf dem Weihnachtsmarkt – nur dass man nicht stehenbleiben darf, um es vor Ort zu genießen.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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