Wo kann man gefahrlos einen Klotz rausziehen, um ihn obendrauf zu legen? Der Bau des Wackelturms war nicht nur für die Familie Ries aus Ergste eine knifflige Gemeinschaftsaufgabe. © Reinhard Schmitz
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Familienolympiade im zerstörten Elsebad: Spaß auch (fast) ohne Wasser

Der riesige Parkplatz war schon kurz nach Beginn der ersten Familienolympiade im Elsebad voll. Obwohl das Becken nach der Überflutung noch gesperrt ist, hatten die Besucher jede Menge Spaß.

Mehrere Stockwerke über das Kassenhäuschen hinaus ragte der knallgelbe, aufgeblasene Wackel-Riese, um die Besucher des Elsebads mit Verneigungen zu begrüßen. Die freundliche Figur kam aus dem Verbeugen am Samstagnachmittag (21.8.) gar nicht mehr heraus. So viele strömten in das Bad, obwohl dessen Schwimmbecken nach der Überschwemmungskatastrophe vor gut fünf Wochen immer noch geschlossen ist. Aber die erste Familienolympiade auf den Liegewiesen zeigte, dass man auf dem Gelände auch ohne Wasser jede Menge Vergnügen haben kann.

Ein ganz klein bisschen Wasser gab es bei den Spielen doch

Naja, so ganz ohne Wasser brauchten die Spiele doch nicht auszukommen. Gegenüber des Veranstaltungssaals war eine kleine blaue Gummibahn aufgebaut, über die man dank winziger Dusch-Strahlen bäuchlings rutschen konnte. Und als einen Höhepunkt werteten viele auch die Aufgabe, mit einer Wasserpistole auf kleine Becher zu zielen.

Die Goldmedaillen an die Sieger überreichte Bürgermeister Dimitrios Axourgos (2.v.l.) auf einem Podest neben den Umkleiden. Auf das Umhängen musste er aus Coronaschutz-Gründen leider verzichten. Thomas Wild (l.), Vorsitzender des Fördervereins Elsebad, übernahm die Moderation.
Die Goldmedaillen an die Sieger überreichte Bürgermeister Dimitrios Axourgos (2.v.l.) auf einem Podest neben den Umkleiden. Auf das Umhängen musste er aus Coronaschutz-Gründen leider verzichten. Thomas Wild (l.), Vorsitzender des Fördervereins Elsebad, übernahm die Moderation. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Unter normalen Umständen wäre natürlich auch das Becken für die Spiele mitbenutzt worden, verriet Organisatorin Gabriele Stange, Leiterin des Sportbereichs und des Bürgermeisterbüros im Rathaus. „Die ursprüngliche Idee war eine Art ,Spiel ohne Grenzen´“, erklärte sie. Ähnlich wie bei der beliebten Fernsehshow der 1960er-/1970er-Jahre mit Camillo Felgen hätten die Teilnehmer beispielsweise über das Wasser laufen sollen. Darauf darf man sich jetzt freuen, wenn die Veranstaltung wiederholt wird.

Mithilfe von Vereinen waren 14 Spielstationen aufgebaut worden

Doch auch so war der Spaßfaktor groß an den 14 Spielstationen, die mithilfe von Vereinen und Organisationen aufgebaut worden waren. Da luden die Handballer des Vereins HVE zum Torwandwerfen auf ein Tor ein, das bis auf die vier äußeren Ecken mit einer Folie überdeckt war. Die Feuerwehr hatte eine Rutschburg in Form eines knallroten Spritzenwagens aufgestellt. Es warteten eine Rutschburg, eine Kletterburg, Beachvolleyball, Wackelturm-Bau und weitere lustige Aufgaben.

Eine der 14 Spielstationen: Mit einem Schwamm musste möglichst viel Wasser aus dem Eimer in die Messröhren transportiert werden.
Eine der 14 Spielstationen: Mit einem Schwamm musste möglichst viel Wasser aus dem Eimer in die Messröhren transportiert werden. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

„Wir wollen keinen Wettbewerb im klassischen Sinne, sondern die Familien sollen was erleben und das Elsebad genießen“, sagte Gabriele Stange. Mit ihrer Olympiakarte konnten sie von Aufgabe zu Aufgabe weiterziehen, wo für die erfolgreiche Lösung ein silberner Punkt aufgeklebt wurde. Besonderes soziales Engagement wurde mit einem goldenen Punkt belohnt. So war beispielsweise zu sehen, wie man die jüngsten Teilnehmer auf die Schultern hievte, damit sie auch eine Chance hatten, den hohen Basketballkorb zu treffen.

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Familienolympiade im Elsebad

Für die stilechte Siegerehrung war ein Podest neben den Umkleiden errichtet, wo Bürgermeister Dimitrios Axourgos jedem Teilnehmer eine Goldmedaille überreichte. Es gab nur Gewinner an diesem sommerlichen Nachmittag. Dazu zählte auch das Elsebad, das sich wieder einmal als Veranstaltungsstätte bewährte. Schon am Abend zuvor – so erzählte Fördervereins-Vorsitzender Thomas Wild voller Freude – hatten dort 130 Besucher den Open-Air-Kinoabend genossen.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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