Auf diesem Feld in Ergste will die GWG Einfamilienhäuser bauen. Die CDU möchte, dass die Siedlung über den geplanten Kreisverkehr angebunden wird. © Heiko Mühlbauier
Brief an Verkehrsminister

Kreisverkehr für Ergste: Nicht das geplante Neubauviertel an JVA vergessen

Um einen Kreisverkehr kämpfen die Ergster schon lange. Und dass der kommt, steht fest. Allerdings soll das geplante Neubauviertel an der JVA trotzdem durch Anliegerstraßen erschlossen werden.

Dort, wo sich Letmather Straße und Ruhrtalstraße kreuzen, wünschen sich viele Ergster einen Kreisverkehr. Doch das Vorhaben wurde immer weiter in die Zukunft geschoben. Aktuell wartet man auf das Ende der Ausbauarbeiten am anderen Ende der B236 im Bereich der Autobahn.

Mit dem Kreisverkehr soll eine gefährliche Verkehrssituation in Ergste entschärft werden. Doch der Kreisel könnte mehr, glaubt die CDU-Ortsunion Ergste-Villigst. Sie fordert, das geplante Neubaugebiet vor den Mauern der JVA ebenfalls durch den Kreisverkehr zu erschließen. Das ist bislang durch eine Anliegerstraße im sogenannten Musikantenviertel, die Schubertstraße, geplant. Für ihr Anliegen warb die Ortsunion jetzt bei Verkehrsminister Hendrik Wüst.

So könnte die Bebauung aussehen. Das rote Feld rechts ist die JVA. Der Kreisverkehr, der in Ergste geplant ist, wurde berücksichtigt, allerdinga ohne einen Anschluss an die neue Siedlung, © Planquadrat © Planquadrat

Behelfs-Ampel weg, Kreisverkehr her

Im einem Schreiben an den Minister heißt es: „Im Zuge der Errichtung des Neubaugebiets „Musikantenviertel“ in Schwerte-Ergste soll die Anbindung an die neue Siedlung mit sämtlichem (Schwerlast-) Verkehr über die Schubertstraße stattfinden. Gleichzeitig ist geplant, die behelfsmäßige Ampel an der B236 durch einen Kreisverkehr zu ersetzen. Wir als Anwohner und politische Vertreter befürworten, im Zuge der Baumaßnahmen der Errichtung des Kreisverkehrs zugleich eine Anbindung an das Neubaugebiet zu schaffen.“

Ein Beibehalten der Zuwegung über die Schubertstraße sehe man sehr skeptisch. Es sei verkehrsstrategisch ungünstig und für die Anlieger belastend. Vernünftiger, ressourcenschonender und nachhaltiger wäre es, den Verkehr über den vorgesehenen Kreisverkehr an der B236; Letmather- und Ruhrtalstraße zu leiten.

Lärmschutzwall Schützt neue Häuser

Im März wurden die Bewohner des Musikantenviertels sowie der angrenzenden Straßen über das Bauvorhaben informiert. 26 Häuser sollen auf der grünen Wiese vor der Justizvollzugsanstalt gebaut werden. Mit einem Lärmschutzwall soll die neue Siedlung gegen den Verkehrslärm von der B236 geschützt werden. Der zieht sich allerdings auch über die Ecke, an der der Kreisverkehr geplant ist. Der Verkehr in die neue Siedlung ist über die Schubertstraße geplant. Eine Bürgerinitiative sammelte Unterschriften gegen die Pläne.

CDU hofft auf Hilfe aus Düsseldorf

Unterstützung gibt es von der örtlichen CDU. Bernd Krause, der Vorsitzende der Ortsunion Ergste-Villigst, erinnert den Minister in der Anfrage an ein persönliches Gespräch vom August 2019, in dem dieser zusicherte, nach Fertigstellung des Bauabschnitts Eins an der B236, Hörder Straße, die behelfsmäßige Ampel entfernen zu lassen und einen Kreisverkehr zu errichten.

„Hier ist es sinnvoll, im Zuge der Straßenbauarbeiten das geplante Neubaugebiet über den Kreisverkehr gleich mit zu erschließen“, so Bernd Krause. Er hofft nun auf kurzfristige Hilfe aus Düsseldorf, bevor endgültige Entscheidungen getroffen werden.

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Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer
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