Von der Ruhrtalbrücke der A45 bei Haus Ruhr aus wollte eine Autofahrerin eine Person in der Ruhr gesehen haben. © Reinhard Schmitz
Großeinsatz an Weihnachten

Meldung „Person in der Ruhr“ löst Großeinsatz der Rettungskräfte aus

Fast alle Rettungskräfte wurden am Mittag des zweiten Weihnachtstags zur Ruhr bei Wandhofen gerufen. Von der Autobahnbrücke aus hatte eine Fahrerin gemeldet, dass ein Mensch im Fluss treibe.

Das Mittagessen unterm Tannenbaum wurde für die Feuerwehrleute kalt. Die Familien mussten auf ihre Rückkehr warten. Denn fast alle einsatzbaren Kräfte wurde am zweiten Weihnachtstag (26. Dezember) zu einem Großeinsatz an der Ruhr im westlichen Stadtgebiet zusammengetrommelt. Unterstützung kam auch noch von der Berufsfeuerwehr Hagen und der Polizei.

Autofahrerin meldete eine im Wasser treibende Person

Es war gegen 11.30 Uhr, als die Leitstelle den Alarm auf der Feuerwache an der Lohbachstraße auslöste. Eine Autofahrerin, die auf der Autobahn 45 in Richtung Frankfurt unterwegs war, hatte angerufen und angegeben, dass eine Person in der Ruhr treibe. Diese Beobachtung habe sie von der Ruhrtalbrücke der Sauerlandlinie aus gemacht, die den Fluss in der Nähe von Haus Ruhr in Wandhofen hinüber zum Ergster Ufer auf einer Länge von 528 Metern überquert.

Bis zum Stauswehr am Wasserwerk Westhofen 2 wurde die Ruhr nach der angeblich im Wasser treibenden Person auf gut einem Kilometer Länge abgesucht.
Bis zum Stauswehr am Wasserwerk Westhofen 2 wurde die Ruhr nach der angeblich im Wasser treibenden Person auf gut einem Kilometer Länge abgesucht. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Die Meldung über einen Menschen in dem nur zwei bis drei Grad kalten Wasser löste eine unverzüglich Alarmkette aus. Die Hauptamtliche Wache der Feuerwehr rückte aus, genauso wie die Löschzüge Westhofen und Villigst sowie die Löschgruppen Schwerte-Mitte und Wandhofen. Gleichzeitig wurde eine Taucherstaffel der Berufsfeuerwehr Hagen zur Unterstützung angefordert. Und in der Luft brummten der Rettungshubschrauber Christoph 8 und ein Helikopter der Polizei herbei.

Es wurde schließlich aber keine Person in der Ruhr gefunden

Vor Ort eingetroffen, musste das Großaufgebot an Rettern eingeteilt werden, um den kompletten Flusslauf zwischen der Autobahnbrücke in Wandhofen und dem Stauwehr am Wasserwerk 2 der Wasserwerke Westfalen in Westhofen abzusuchen – das entspricht einer Länge von rund einem Kilometer. Während Fußtrupps das Ufer durchkämmten, ließ die Löschgruppe Villigst ihr Feuerwehrboot zu Wasser, um von der Ruhr aus Ausschau nach der angeblichen dort gesehenen Person zu halten. Gleichzeitig hielt die Besatzung von Christoph 8 von der Luft aus die Augen offen, um zu spähen. Zusätzlich wurde noch ein Polizeihubschrauber angefordert, der die betroffene Gegend mit der Technik einer Wärmebildkamera erkunden konnte.

Das Ergebnis blieb aber letztlich negativ. „Wir haben keine Person aufgefunden“, vermeldete im Anschluss die Feuerwehrwache an der Lohbachstraße. Die Taucherstaffel brauchte nicht mehr in die Ruhr zu steigen, sondern beriet ihre Kollegen an Land und im Boot lediglich mit ihren fachlichen Kenntnissen.

Nach gut eineinviertel Stunden war der Einsatz in der Winterskälte für alle Beteiligten schließlich abgeschlossen. Die freiwilligen Feuerwehrleute konnten wieder nach Hause zurückfahren.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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