Ausgebrannt ist der Renault Kangoo mit der Werbung der CDU Ergste-Villigst an der Straße Am Kleinenberg. © Reinhard Schmitz
Brandstiftung

Partei-Fahrzeug in Brand gesetzt – CDU-Politiker greift selbst zum Feuerlöscher

Am Tag nach der Tat steht der ausgebrannte Renault noch vor der Garage. In der Nacht stand er in Flammen. „Nicht auszudenken, was hätte passieren können“, sagt der Ortsvorsitzende Bernd Krause.

Einen Vorfall wie diesen habe er in Schwerte noch nie erlebt, sagt Bernd Krause, Vorsitzender der CDU-Ortsunion Ergste-Villigst. „Vielleicht wurde mal ein Wahlplakat von uns abgerissen oder angemalt, aber nie ist so etwas vorgekommen.“

In der Nacht zu Dienstag (27.7.) haben bislang unbekannte Täter den Werbewagen der Ortsunion in Brand gesetzt. Gegen 0.48 Uhr sei das gewesen, sagt Bernd Krause am Tag nach der Tat. Der Wagen stand bei ihm vor der Garage. „Eine Nachbarin hat bei mir angerufen und mir gesagt, dass es vor unserer Garage brennt.“

Durch die zerborstene Windschutzscheibe ist die von der Brandhitze verformte Armaturentafel zu erkennen. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Krause alarmierte die Feuerwehr und eilte nach draußen, um die Situation zu erfassen. Während er auf die Feuerwehr wartete, versuchte er, das Feuer selbst zu löschen. Der Feuerlöscher kam zum Einsatz, hätte aber nicht viel ausrichten können. Die Feuerwehr war jedoch bald zur Stelle und bekam den Brand in den Griff.

„Hat sich angefühlt wie eine Stunde“

„Für mich hat sich das angefühlt wie eine Stunde, obwohl die Feuerwehr schnell vor Ort war. Aber so ist das mit dem Zeitgefühl in einer solchen Situation“, so Krause. Bei dem Brand habe zum Glück niemand Schaden genommen, doch der Vorsitzende selbst begab sich nach dem Vorfall ins Krankenhaus.

„Bei meinem Versuch, das Feuer in den Griff zu bekommen, habe ich viel von dem Rauch eingeatmet. Es geht mir jedoch gut, es war alles in Ordnung“, sagt Krause. Auch seiner Frau und den Nachbarn sei nichts passiert.

Er sei froh, dass das Feuer nicht auf das Haus übergegangen ist. „Das Feuer war kurz davor, aufs Garagendach überzuspringen. Nicht auszudenken, was hätte passieren können.“ Die Spuren des Brandes seien an der Garage deutlich zu sehen, die Tore aus Kunststoff völlig verbogen von der Hitze. Das „was wäre, wenn“ hat einen bitteren Beigeschmack.

Vom Vorderrad auf der Fahrerseite blieb nur die ausgeglühte Felge. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Staatsschutz ermittelt

Gegen die Brandstifter ermittelt nun der Dortmunder Staatsschutz, eine Strafanzeige wurde ebenfalls aufgenommen. „Die Chancen, die Täter zu finden, sind nur leider sehr gering“, so Krause. „Am Auto selbst lässt sich nichts mehr feststellen, das in dieser Sache weiterhelfen könnte.“

Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalwache der Dortmunder Polizei unter Tel. (0231) 132-7441 zu melden.

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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