Reinhard Kampmann bastelt Krippen für Freunde und für die Dorfgemeinschaft. © Carina Strauß
Krippenbastler

Reinhard Kampmann bastelt Krippen aus recyceltem Material

Nichts zu tun in Corona-Zeiten? Nicht bei Reinhard Kampmann. Seit einigen Jahren bastelt er selber Krippen für Freunde und Familie. Dabei setzt er auf recyceltes Material.

Der Werkstatt im Keller von Reinhard Kampmann aus Rheinen sieht man an: Hier wird gearbeitet. Insgesamt vier Krippen standen hier während unseres Besuchs. Drei davon machten sich aber zur Weihnachtszeit auf den Weg zu ihren neuen Besitzern. Die Krippen bastelt Reinhard Kampmann zum größten Teil für Freunde und Familie.

Auch für die Dorfgemeinschaft Rheinen hat er schon Krippen gebaut, die auf dem Weihnachtsmarkt für einen guten Zweck verkauft wurden.

Eine der Krippen, die Reinhard Kampmann selbst gebaut hat. © Carina Strauß © Carina Strauß

Die Krippen, die Reinhard Kampmann baut, bestehen größtenteils aus recyceltem Material. Darunter verwitterte Holzstücke – zum Beispiel vom Sperrmüll –, altes Styropor, die alte Duschabtrennung oder ein alter Handfeger. Reinhard Kampmanns Kreativität bei der Wiederverwendung von Materialien scheinen keine Grenzen gesetzt. Aber auch auf einem Waldspaziergang und im Garten findet er Material für seine Krippen.

Eine der Krippen, die Reinhard Kampmann selbst gebaut hat. © Carina Strauß © Carina Strauß

„Für die Dächer nehme ich Kanthölzer und spalte diese mit der Axt, damit sie nicht so glatt geschnitten sind, damit sie auch eine Struktur haben“, erklärt der Hobbybastler

Die Mauern vor den Krippen bestehen dagegen aus kleinen Styroporstücken. „Die werden aufeinander geklebt und mit einer Gipsmasse bestrichen. Und dann wird das noch farbig angemalt.“ Ähnlich entstehen die Steine und Felsen, die vor den Krippen liegen.

Die Wände der Krippen bestehen aus Styrodur. „Das kann zum Beispiel mit einem Schraubenzieher einritzen und entsprechend bemalt sieht es dann aus wie Mauerwerk.“ Styropor und Styrodur haben für Kampmann zudem den Vorteil, dass die Krippen dadurch nicht allzu schwer werden.

Der Bastler achtet auf jedes Detail

Kampmann achtet bei seinen Krippen auf jedes Detail. „Die Scharniere muss man sich zuschneiden. Dann habe ich von kleinen Nägeln die Köpfe abgeschnitten und auf die Scharniere geklebt, damit es so aussieht, als wären sie damit befestigt.“

Aus einem alten Sägeblatt hat er eine neue Säge in Miniaturformat gebastelt. Für einen Besen schneidet er ein kleines Borsten-Bund von einem alten Handfeger ab und bindet es zu einem Besen im Kleinformat.

Reinhard Kampmann wird durchaus kreativ, wenn es um die Details an seinen Krippen geht. So wird aus den Borsten eines alten Handfegers gleich ein ganzer neuer Besen in Miniaturformat. © Carina Strauß © Carina Strauß

Zum Basteln von Krippen kam der Rheinener übrigens durch seine Urlaube in Bayern. „In Bayern gibt es auch viel diese Krippen und ich habe zu meiner Frau schon vor Jahren gesagt, wenn ich mal Zeit habe, dann baue ich auch mal sowas“, erzählt Kampmann.

Und die Zeit braucht er: Für eine Krippe benötigt Kampmann zwischen 15 und 30 Arbeitsstunden, je nach Größe und Detail. Die Krippen werden außerdem mit kleinen 10er-Lichtern beleuchtet. „Größere kann ich nicht nehmen, dann wird es zu hell“, so der Bastler. An einer Krippe kann er sogar eine Spieluhr aufziehen, die Weihnachtsmusik abspielt.

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