Josef Deppe, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Ergste/Villigst, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. © Reinhard Kahrmann
Josef Deppe gestorben

Trauer um Josef Deppe (80): Er war ein Motor des Kirchbaus

Die St.-Monika-Gemeinde Ergste trauert um eines ihrer aktivsten Mitglieder. Josef Deppe ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Seinem Engagement ist nicht nur der Bau der Kirche zu verdanken.

Es war für ihn eine große Freude, als im Dezember 1989 die schmucke St.-Monika-Kirche im Ergster Unterdorf eingeweiht werden konnte. Mit nimmermüdem Engagement hatte er sich für den Bau des Gotteshauses eingesetzt, dessen Glocken am Dienstag (1. Dezember) zu einem traurigen Anlass zum letzten Mal vom Kampanile herab für ihn läuten: Um 12 Uhr wird in St. Monika das Auferstehungsamt für Josef Deppe gefeiert, der am 22. November im Alter von 80 Jahren gestorben ist.

Kolpingsfamilie Ergste/Villigst verliert ihren Vorsitzenden

Die katholische St.-Monika-Gemeinde hat damit eines ihrer aktivsten Mitglieder verloren. „Die Kolpingsfamilie Ergste/Villigst, deren Vorsitzender er war, und die Kirchengemeinde Ergste trauern um Josef Deppe“, schreiben Ulrich Passavanti vom Kirchbau- und Gemeindeförderwerk und Reinhard Kahrmann von der Kolpingsfamilie Ergste/Villigst in einem Nachruf.

Über Jahrzehnte hatte er das Gemeindeleben aktiv mitgestaltet: „Er war nicht der laute ,Macher´, sondern der stille ,Aktive´, der sich mit seiner vollen Kraft bis hin zu seinem Tode für die Gemeinde einsetzte.“

Engagement von Messdienerarbeit bis zu den Gemeindekonten

Die Tätigkeitsbereiche von Josef Deppe waren vielfältig: Er kümmerte sich um die Messdienerarbeit, aus der er die Ferienfreizeit mit ins Leben rief. Er engagierte sich bei den Sternsingern, war Mitglied im Pfarrgemeinderat und in der Kolpingsfamilie. Darüber hinaus organisierte er den Einkauf für alle Pfarrfeste und führte mit der ihm eigenen Akribie die Konten der St.-Monika-Gemeinde.

Für Kirchbauwerk-Schatzmeister Josef Deppe (v.l.) ging ein Traum in Erfüllung, als zum Gemeindefest 1989 die neue St.-Monika-Kirche bereits im Rohbau stand. Vor dem Turmhahn freuen sich mit ihm Pfarrer Hans-Heinz Riepe, Kirchbauwerk-Vorsitzender Bernhard Vickermann und Pastor Norbert Schickentanz auf die Einweihung.
Für Kirchbauwerk-Schatzmeister Josef Deppe (v.l.) ging ein Traum in Erfüllung, als zum Gemeindefest 1989 die neue St.-Monika-Kirche bereits im Rohbau stand. Vor dem Turmhahn freuen sich mit ihm Pfarrer Hans-Heinz Riepe, Kirchbauwerk-Vorsitzender Bernhard Vickermann und Pastor Norbert Schickentanz auf die Einweihung. © Kirchbauwerk St. Monika © Kirchbauwerk St. Monika

Jahrzehntelang übte der Gestorbene die Tätigkeit des 1. Kassierers im Kirchbau- und Gemeindeförderwerk aus. Federführend war er dort sowohl bei der Planung und dem Bau des ersten Kirchengebäudes (heute Gemeindezentrum) zu Beginn der 1970er-Jahre als auch bei der „richtigen“ St.-Monika-Kirche Ende der 1980er-Jahre im Führungsteam dabei.

Genauso wirkte er mit bei der späteren Gestaltung des Kirchplatzes sowie bei der Ausstattung des Gotteshauses mit neuen Bänken und einer neuen Orgel.

Die Urne wird am Dienstag auf dem Friedhof in Ergste beigesetzt

„Dies tat er alles mit persönlicher Leidenschaft und dem immerwährenden Bedürfnis, sich zu einhundert Prozent in der Kirchengemeinde einbringen zu wollen“, schreiben Ulrich Passavanti und Reinhard Kahrmann: „Josef Deppe hinterlässt eine große Lücke in unserem Gemeindeleben, und sein Tod stellt für uns eine neue Herausforderung dar. Möge Gott ihm sein Engagement vergelten und ihn in seine all umfassende Obhut nehmen.“

Die Urnenbeisetzung findet im Anschluss an das Auferstehungsamt auf dem Friedhof in Ergste statt.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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