Spendenaktion

Wandhofener sammelt Geld für ein gebrauchtes Feuerwehrauto

Stefan Simon ist Repräsentant für eine ungarische Hilfsorganisation. Diese hilft nicht nur in Ungarn, sondern auch in Schwerte. Jetzt sammelt der Wandhofener Geld für ein Feuerwehrauto.
Mit seinem Einsatzwagen ist der Wandhofener Stefan Simon auch für Schwerter im Einsatz. © Simon

Der Wandhofener Stefan Simon ist deutscher Repräsentant der ungarischen Hilfsorganisation Vitézi Rend Katastrófavedelmi Század. Die Mitgliedschaft in dem ungarischen Orden Vitézi Rend und die Ritter-Würde hat Simon von ungarischen Vorfahren geerbt.

Zusammen mit der Organisation unterstützt er die ärmeren Regionen Ungarns und der angrenzenden osteuropäischen Länder. Nun sammelt er Spenden für ein dringend benötigtes Feuerwehrauto.

Alter Transit muss ersetzt werden

„Die Katastrophenschutzeinheit des Vitézi Rend braucht jetzt dringend ein Fahrzeug“, das teilt die Katholische Pfarrgemeinde St. Marien Schwerte mit, bei der Stefan Simon als aktives Gemeindemitglied mitwirkt.

Stefan Simon reicht sein kleines Modell des Feuerwehrautos. Für Ungarn muss es aber schon was Größeres sein. © Simon © Simon

„Der Orden ist in den ungarischen Katastrophenschutz eingebunden und arbeitet mit der ungarischen Feuerwehr eng zusammen. Hochwasserschutzdämme sind schon gebaut worden, Sturmschäden wie umgestürzte Bäume wurden beseitigt“, heißt es weiter. Außerdem helfe man bei Löscharbeiten bei Waldbränden, bei der Evakuierung gefährdeter Dorfbewohner oder der Ausgabe von Schutzmasken.

Bislang habe man mit einem alten Ford Transit gearbeitet, der nun nicht mehr straßentauglich sei. Zwei Drittel des Kaufpreises von 7500 Euro für ein gebrauchtes deutsches Feuerwehrauto habe man schon zusammen.

Das Feuerwehrauto biete nicht nur Platz für 9 Personen, einen 600 Liter Wassertank und eine große Feuerwehrpumpe, sondern auch Stauraum für viel Gerät, das benötigt wird.

Orden hilft mit „Tonnen“ an Hilfsgütern

Doch die karitativ tätige Abteilung des Ordens (VRKRN e.V.) hilft nicht nur mit fahrbaren Untersätzen. In Schwerte seien schon „tonnenweise” Hilfsgüter, medizinische Geräte und Schulmöbel gesammelt worden.

„Sogar im Corona-Jahr 2020 ist es der deutschen Ordensrepräsentanz gelungen, 10 Tonnen Hilfsgüter in zwei Lieferungen nach Ungarn zu schicken“, heißt es in der Pressemitteilung der Kirche. So haben auch schon Kirchenbänke aus der Villigster Kirche St. Thomas Morus ihren Weg in die katholische Kirche in Dóc in Südungarn gefunden.

Auch Schwertern wird geholfen

Doch Stefan Simon und der VRKRN e.V. helfen nicht nur in Osteuropa. Auch in Schwerte zeigen sie Einsatz. Im vergangenen Jahr habe man etwa den Menschen im Schwerter Stadtpark geholfen. „Schutzmasken, Tee, Wasser und Spekulatius und das Gefühl, wertgeschätzt und wahrgenommen zu werden, konnte der Verein dort vermitteln.“

Und wer nach den Hamsterkäufen zu Beginn der Pandemie leer ausgegangen ist, der konnte sich an Stefan Simon wenden, der mit seinem Einsatzwagen viele „Nachbarschaftstüten“ mit knapp gewordenen Hygieneartikeln verteilt hat.

Wer die Arbeit des VRKRN e.V. unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Vereinskonto tun: IBAN DE61 4415 2490 0000 0879 99 bei der Stadtsparkasse Schwerte.

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