Ferienwerk feiert Fünfzigsten

Jugendfreizeit der Kirche

Seit 50 Jahren fahren Südlohner Kinder und Jugendliche ins Ferienlager. Oft ging es nach Mellau am Vorarlberg, aber auch nach Südtirol, nach Split oder zur Midlicher Mühle. Wie geht es im Jubiläumsjahr weiter?

Südlohn

, 30.11.2017, 17:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viele Jugendliche aus Südlohn waren in den vergangenen 50 Jahren in Mellau - so lange schon gibt es die Ferienfreizeiten. Foto: Privat

Viele Jugendliche aus Südlohn waren in den vergangenen 50 Jahren in Mellau - so lange schon gibt es die Ferienfreizeiten. Foto: Privat

Das Ferienwerk der Kirchengemeinde St. Vitus und St. Jakobus feiert seinen 50. Geburtstag – und alle Interessierten dürfen mitfeiern. Und das „Geburtstagskind“ tatkräftig unterstützen: Auf dem Weihnachtsmarkt am Freitag, 1. Dezember, rund um die Vituskirche, startet das Ferienwerk eine Spendenaktion. Weil es in alter Frische auch weiterhin Ferienfreizeiten anbieten will für die Südlohner Kinder und Jugendlichen, soll ein neuer Anhänger für das Lager angeschafft werden, wie Hendrik Lukas vom Leiterteam mitteilte. Dafür sollen der Erlös und eventuelle Spenden verwendet werden. Die Jubiläumsbroschüre wird auf dem Stand des Ferienwerks angeboten, Folienkartoffeln, Glühwein und Kinderpunsch ebenso. Auch der „Lagerkiosk“ wird aufgebaut.

In Erinnerungen schwelgen



Das aktuelle Leiterteam des Ferienwerks – Margret Wentingmann, Manfred Schlichte, Jochen Albers und Hendrik Lukas – würde sich über viele interessierte Besucher, ehemalige Teilnehmer und Mitwirkende freuen. Von 14 bis 21 Uhr ist Gelegenheit, in Erinnerungen zu schwelgen. Eine Diashow wird dazu beitragen: Auf den vielen Fotos wird sich der ein oder andere wiedererkennen – ob oben auf dem Gipfel im Vorarlberg oder bei einer Wasserschlacht am Fluss an der Midlicher Mühle.

Drei Südlohner werden in der Diashow sicher oft auftauchen: Der damalige Pastor Walter Winkelhaus sowie die Lehrer Josef Wentingmann und Brigitte Tehler. Sie entwickelten 1967 die Idee, den Jugendlichen eine Ferienfreizeit anzubieten. Drei Wochen ging es 1967 nach Mellau – die Premiere war ein voller Erfolg. In den 1970-er Jahren waren es sogar über 200 junge Südlohner, die in einem Sommer Ferien in Mellau machten. Bis in die 1980er-Jahre hinein gab es getrennte Jungen- und Mädchenlager. Als die Zahlen etwas zurückgingen, wurde 1985 erstmals ein gemischtes Lager angeboten – das kam bestens an. Aktuell wird die Midlicher Mühle in Dorsten-Lembeck von den Urlaubern angesteuert 2018 mit neuem Anhänger.

Spaß haben ist das Grundprinzip. Hendrik Lukas, Mitglied der Leitungsteams, im Kurzinterview. 50 Jahre Ferienwerk: Welche Erinnerungen verbinden Sie persönlich damit? Das kann man in aller Kürze nicht zusammenfassen. Es waren bewegte Jahre, die ich persönlich miterlebt habe. Wichtig ist dabei, dass an einem Grundprinzip festgehalten wird, das das Ferienlager ausmacht: Es muss beiden Seiten Spaß machen, Betreuern und Kindern. Wie sind Sie persönlich "infiziert" worden? Klassisch. Als jahrelanger Teilnehmer stellte sich nach dem plötzlichen Tod von meinem ehemaligen Lehrer Josef Wentingmann die Frage, wer die Leitung fortführen soll. Also drehen wir das Rad mit Margret Wentingmann, Manfred Schlichte, Jochen Albers und mir zu viert weiter. Es ist unvorstellbar, wie Josef Wentingmann das allein gestemmt hat. Nach der eigenen Familiengründung bin ich nun eher im verwaltenden Bereich aktiv. Denn: Im Gegensatz zu den Kindern werden wir Betreuer älter. Jetzt freuen sich alle auf das Jubiläumsfest zum Weihnachtsmarkt? Genau. Dort werden wir unter anderem unsere Jubiläumsbroschüre anbieten. So hoffen wie, dass wir unseren Anhänger bald zusammenbekommen. Danken wollen wir dabei allen, die uns so nachhaltig unterstützen – auch den vielen stillen Unterstützern
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