120 Flüchtlinge in Oedinger Notunterkunft angekommen

Jakobi-Halle

Etwa 120 Flüchtlinge sind am frühen Sonntagnachmittag in der Notunterkunft in der Jakobi-Halle in Oeding empfangen worden. Das Rote Kreuz ist für die Betreuung zuständig und übernahm die Registrierung der Menschen.

OEDING

von Horst Andresen und Bernd Schlusemann

, 06.09.2015, 20:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ankunft in Oeding: Bei Regenwetter warteten die Flüchtlinge, darunter viele Familien, in zuvor vom DRK aufgebauten Zelten auf ihre Registrierung und auf die Zuweisung von Schlafplätzen in der Mehrzweckhalle. Foto: Horst Andresen

Ankunft in Oeding: Bei Regenwetter warteten die Flüchtlinge, darunter viele Familien, in zuvor vom DRK aufgebauten Zelten auf ihre Registrierung und auf die Zuweisung von Schlafplätzen in der Mehrzweckhalle. Foto: Horst Andresen

Bereits für Samstagabend und dann für die Nacht von Samstag auf Sonntag waren die Flüchtlinge angekündigt. Für das DRK und die örtlichen Organisatoren sowie die kurzfristig zur Hilfe gerufene Oedinger Feuerwehr überschlugen sich am Samstag die Ereignisse. Denn: Die Flüchtlinge waren zunächst von der Bezirksregierung für den heutigen Montag angekündigt worden. Sollten die letzten Arbeiten für die Fertigstellung der Notunterkunft am Sonntagnachmittag stattfinden, so musste jetzt kurzfristig 120 Betten aufgebaut und die Aufnahmebereitschaft der Notunterkunft hergestellt werden (siehe Text unten). Mit zwei Bussen kamen die Flüchtlinge von der Erstaufnahmestelle in Dortmund.

Freundlicher Empfang

Die meisten Flüchtlinge hatten turbulente Tage beim Grenzübertritt in Ungarn erlebt, bis sie über Österreich und München mit einem Sonderzug in der Nacht nach Dortmund gebracht worden waren. Eine Gruppe von Oedinger Bürgern empfing die ausländischen Mitbürger freundlich, und das Rote Kreuz hatte ein großes Wellcome-Plakat an der Eingangshalle aufgehängt.

Bürgermeister Christian Vedder begrüßte die Flüchtlinge und erklärte ihnen als erste sympathische Geste, dass sie über ein freies WLAN-Netz kostenlos in ihre Heimat telefonieren konnten. Das nahmen die meisten hocherfreut an.

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Ankunft von 120 Flüchtlingen

DRK-Helfer haben am Sonntagmorgen Zelte aufgebaut, am Mittag kamen 120 Flüchtlinge in Oeding an.
06.09.2015
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Seit Anfang September wurden über 100 Flüchtlinge in der Jakobihalle in Oeding untergebracht. Für Ankunft und Aufnahme hatte das DRK Zelte aufgebaut.© Foto: Schluseman
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© Foto: Horst Andresen / DRK
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"Die Stimmung in Oeding zur Einrichtung der Unterkunft ist positiv", betonte Vedder, der am Samstag und auch am Sonntag vor Ort war und die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung seines Dorfes lobte.

Aus Krisengebieten

Aus Bangladesch in Südasien und aus dem Unruhegebiet Afghanistan kamen gestern Flüchtlinge in Oeding an. Viele stammen aus den syrischen Kriegsgebieten oder aus dem Balkan. Nach der Ankunft wurden die Flüchtlinge, darunter viele Familien, im Verlauf des Sonntages registriert. Ein Flüchtling aus Bangladesch berichtete über die Wagnisse seiner langen, lebensgefährlichen Flucht, die auch durch die Türkei führte: "Wir waren in Booten auf dem Mittelmeer. Das Wasser schwappte über. Es war sehr, sehr gefährlich."

Deutschland sei ein gutes Land, meinte der junge Mann: Hier wolle er bleiben und arbeiten.

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