24 Stunden im Einsatz

Südlohn Was es bedeutet 24 Stunden am Tag für die Bevölkerung da zu sein - das erlebten jetzt zwölf Aktive der Jugendfeuerwehr Südlohn im Rahmen der Berufsfeuerwehrtage.

03.07.2008, 19:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

<p>Auch wenn es "nur" eine Übung war: Ein echtes Feuer von allen Seiten zu bekämpfen war eine Herausforderung für die Jugendfeuerwehrleute, die sie auch meisterten.  MLZ-Fotos Feuerwehr Südlohn</p>

<p>Auch wenn es "nur" eine Übung war: Ein echtes Feuer von allen Seiten zu bekämpfen war eine Herausforderung für die Jugendfeuerwehrleute, die sie auch meisterten. MLZ-Fotos Feuerwehr Südlohn</p>

Dienstbeginn war am Freitag um 16 Uhr im Gerätehaus Südlohn. Zunächst wurde die Mannschaft in verschiedene Gruppen für bestimmte Aufgaben aufgeteilt, danach der Schulungsraum mit Feldbetten und Luftmatratzen zur Ruhestätte umgebaut. Währenddessen kam auch schon der erste Einsatz: "Tier in Notlage" war das Stichwort nach dem Alarmgong. Die Katze, die sich in der Kirchstraße in einem Baum verirrt hatte, konnte über eine Steckleiter schnell und erfolgreich gerettet werden.

Teamarbeit beim Spielen

Nach getaner Arbeit hatten sich alle ein gutes Abendessen verdient, bevor Vertrauensspiele auf dem Plan standen. Das Teamwork stimmte - dann kam auch schon der nächste Alarm. "Feuer - Menschenleben in Gefahr" hieß es. Nach einer Verpuffung in einem Keller werde eine Person vermisst, teilte der aufgeregte Nachbar den eintreffenden Kräften bei eintretender Dunkelheit in der Elpidiusstraße mit. Kellertür aufbrechen, mit selbst gebauten Atemschutzgerät-Attrappen die vermisste Person finden und retten, das Feuer löschen und in der Dunkelheit jede Menge Schläuche aufrollen - zur Nachtruhe musste niemand mehr überredet werden.

Knapp vier Stunden Schlaf aber mussten reichen - um 4 Uhr hieß es wieder "Ausrücken": Auf dem Dach einer Industriehalle war eine Gasflasche explodiert, zwei Verletzte mussten gerettet werden. Ein Lichtmast wurde aufgebaut, um die Arbeiter sicher mittels Steckleiterteilen aus der Höhe zu retten. "Zum Glück ist man durch regelmäßige Übungsabende auf solche Fälle vorbereitet", waren sich danach alle einig.

Nach dem Frühstück gab es noch einen Fehlalarm, zurück an der Wache dann eine Theorie-Stunde in Sachen Unfallverhütungsvorschriften. Doch schnell rief wieder die Praxis: Die Schule brannte lichterloh. Von allen Seiten musste das Feuer bekämpft werden. Die Anspannung war sehr groß, aber alle stellten ihr ganzes Können unter Beweis und der Einsatz wurde erfolgreich beendet.

Beim abschließenden Grillen war das Fazit eindeutig: Der Berufsfeuerwehrtag müsse unbedingt noch mal wiederholt werden, denn mehr Spaß und erlebnisreiche Arbeit könne man in 24 Stunden nicht erleben.

www.feuerwehr-suedlohn.de

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