Der eingeschossige Teil der Von-Galen-Grundschule soll abgerissen und durch den Neubau ersetzt werden. Läuft alle nach Plan, könnten die Arbeiten im Frühjahr 2022 beginnen. © Markus Gehring
Schulneubau

4,7 Millionen Euro: Erster Plan für von-Galen-Grundschule steht

Die Baustelle der Vitusgrundschule macht – mit leichter Verspätung – gute Fortschritte und für die von-Galen-Grundschule gibt es erste Ideen. Das lobte sogar Joachim Musholt (SPD).

Der geplante Neubau der von-Galen-Grundschule in Oeding macht erste Fortschritte. Bauamtsleiter Dirk Vahlmann stellte die aktuellen Konzeptplanungen in der Sitzung des Schulausschusses am Mittwochabend vor.

Demnach soll der Gebäudeteil entlang der Fürst-zu-Salm-Horstmar-Straße erhalten bleiben, aber umgebaut werden. Der eingeschossige neuere Teil der Schule entlang der Lindenstraße wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Wie Dirk Vahlmann erklärte, sei er statisch weder in der Lage aufgestockt zu werden, noch gebe es andere Möglichkeiten, ihn zu erhalten. Auch sei er nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik.

An seiner Stelle soll ein zweigeschossiger Neubau entstehen, der mit einer kleinen Pausenhalle an das bestehende Gebäude angeschlossen wird. Der andere Gebäudeteil wird energetisch auf den neuesten Stand gebracht und durch einen kleineren Anbau erweitert. Dort werden auch in Zukunft die Klassenräume untergebracht. Sie werden allerdings noch umgebaut und durch Integrativ- und Gruppenräume ergänzt.

Planungen liegen bei 4,7 Millionen Euro

Im Neubau sollen vor allem Räume für die Offene Ganztagsschule, Büros und Lehrerzimmer Platz finden. Die Planungen sollen nun noch einmal final mit den Lehrern diskutiert werden. Dann befassen sich der Arbeitskreis Schule und die Politik in der Gemeinde mit dem Thema. Kostenpunkt der Arbeiten an der Oedinger Grundschule: rund 4,7 Millionen Euro.

Auch zum angestrebten Zeitplan machte Dirk Vahlmann erste vorsichtige Schätzungen: 2021 könnte die Ausführungsplanung erstellt werden. Zum Winter könnte das Projekt dann ausgeschrieben werden. Im Frühjahr 2022 könnten dann die Bagger anrücken. „Wenn alles optimal läuft“, schränkte Dirk Vahlmann ein. Auch dort müssten natürlich während der Bauarbeiten Containerklassen aufgestellt werden. „Das ist nicht anders möglich“, erklärte er.

In der Vitusgrundschule sind die Arbeiten noch in vollem Gang. Pünktlich zu den Herbstferien soll aber alles fertig sein.
In der Vitusgrundschule sind die Arbeiten noch in vollem Gang. Pünktlich zu den Herbstferien soll aber alles fertig sein. © Markus Gehring © Markus Gehring

Der Stand der Planungen rang sogar Dr. Joachim Musholt (SPD) ein Lob ab, der sonst eher für kritische Töne bekannt ist: Dass die Verwaltung mit der Planung trotz des Coronavirus‘ schon so weit sei, habe ihn positiv überrascht. Auf Antrag der SPD-Fraktion hatte die Verwaltung den Stand der Dinge zu den Schulen zusammengefasst.

Neubau der Vitusgrundschule wird zu Herbstferien fertig

Der Neubau der Vitusgrundschule in Südlohn soll zu den Herbstferien fertig werden. So zumindest die Einschätzung von Dirk Vahlmann. Die Containerklassen können demnach in der ersten Herbstferienwoche (12. bis 16. Oktober) abgebaut werden. Nach den Herbstferien könnten die Grundschüler dann am ersten Schultag die neuen Klassenräume beziehen. „Darauf freue ich mich natürlich“, sagte Dirk Vahlmann.

Allerdings sei damit nur der Neubau abgeschlossen. Die Sanierung des Altbaus würde sich daran anschließen. Dort sind auch weiterhin das Lehrerzimmer und ein Klassenraum untergebracht. „Die Schule ist ja seit diesem Schuljahr dreizügig, da brauchen wir den Platz ganz einfach“, erklärte er. Diese beiden Räume werden als letztes fertig. Neubau und Sanierung würden insgesamt noch bis Anfang 2021 dauern. Erst dann sei alles fertig.

Leichte Verzögerungen durch das Coronavirus

„Wir sind auf einem guten Weg“, erklärte er. Das Coronavirus habe die Bauarbeiten allerdings leicht verzögert. „Einerseits, weil die beteiligten Firmen einige Mitarbeiterausfälle hatten. Andererseits auch, weil verschiedenes Material erst mit teils deutlicher Verspätung in Südlohn eingetroffen ist“, so Dirk Vahlmann weiter.

Die Verspätung habe aber sogar einen positiven Effekt – nämlich bei den Kosten. Durch die zum 1. Juli beschlossene Senkung der Mehrwertsteuer rechnet er mit einigen Einsparungen bei verschiedenen Gewerken. „Das ist schon eine günstige Fügung, dass der Bau etwas später fertig wird“, freute sich Dirk Vahlmann. Aktuell liegen die Baukosten knapp sechs Prozent über den angepeilten 6,2 Millionen Euro.

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Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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