Alte Charakterbäume an der Südlohner Schlinge

mlzLieblingsplatz

Für Redaktionsleiter Bernd Schlusemann ist ein Spaziergang den Uferweg entlang der Schlinge der schönste Ort in Südlohn.

Südlohn

, 13.11.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mein „Lieblingsplatz“ ist eigentlich ein Weg. Der führt in Südlohn in der Nachbarschaft Doornte hinter die Hans-Christian-Andersen Schule und dann am Flüsschen Schlinge entlang weiter bis an die Kreisstraße nach Oeding: Es handelt sich um den Uferweg.

Zeit mitbringen und Genießen

Wer die wenigen Meter vom Südlohner Ortskern bis an die Schlinge zurückgelegt hat, der kann dort ganz schnell eintauchen in ein ruhiges Fleckchen Natur. Schon nach wenigen Metern lädt eine Bank direkt an der Schlinge zum Verweilen ein. Zur richtigen Tageszeit ein herrlicher Sonnenplatz, von dem aus der Spaziergänger sein Umfeld beobachten kann.

Ein Pferdewiehern, ein bellender Hund vom Hof gegenüber sind es, die den Spaziergänger auf seinem weiteren Weg dann irgendwann nur noch erreichen. Linkerhand fließt die Schlinge beschaulich in Richtung Niederlande. In diesen Herbsttagen ist der Flusslauf streckenweise von Grünalgen bedeckt und auf dem Weg finden sich tausende Eicheln, die unter den Füßen bersten.

Verweilen mit Muße

Nach Schule und Sportplatz fällt der Blick irgendwann auf den Regenüberlauf rechterhand. Wer die Muße hat, sollte hier etwas verweilen. Wasservögel mitsamt Nachwuchs lassen sich im Sommer dort beobachten. Auf der anderen Seite der Schlinge stehen häufig Silberreiher, majestätisch und bewegungslos, auf Beute wartend. Hasen, Kaninchen, Fasan oder Bussard sind ebenfalls keine Seltenheit und wer Glück hat, kann tagsüber auch Rehe beobachten.

Sind die Weiden auf dem ersten Stück des Uferweges schon beeindruckend, stehen sie im Bereich des kommunalen Bauhofes noch in ganz anderen Dimensionen. Die Trauerweiden bilden einen malerischen Schirm über den Fluss und ihr Schatten lädt bei gutem Wetter geradezu zum Picknick am Flussufer ein.

Einer dieser Charakterbäume bietet ein ganz besonderes Fotomotiv. Zwei seiner Äste sind so gewachsen, dass sie ein Fenster und damit einen natürliche Rahmen bilden.

Natur am Uferweg genießen

Neben den mächtigen Silber-Weiden auf der Linken, sollte der Passant aber auch der riesigen Eiche auf der rechten Seite seine Blicke gönnen. Etwas mehr als vier Meter misst der Stammumfang, bei einem Stammdurchmesser von 1,30 Meter. Ein imposantes Naturdenkmal, das schon so manchen Sturm erlebt hat.

Ein paar Weiden flussabwärts warten Tisch und Bänke auf Gesellschaft. Im Sommer sind diese Plätze häufig belegt: Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger, Kinder – sie alle genießen die Natur am Uferweg.

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