André Tenk und seine Freunde bauen Smoker und grillen nur zum Spaß

Grill-Lust

Die „Hochzeit“ fand am 12. Juni 2011 statt, also vor gut zwei Jahren. Und sie hat gute Aussichten auf Dauer: Als André Tenk und Holger Laumann die Brenn- und die Garkammer ihres selbst entworfenen und gebauten Smokers miteinander verschweißten, machten sie es wie die Autobauer, wenn der Motor in die Karosserie eingebaut wird. Bloß, dass die beiden bei der Gelegenheit grillten – wie überhaupt bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

SÜDLOHN

, 19.06.2014, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Smokerbauer André Tenk (r.) und Holger Laumann präsentieren stolz ihren selbst gebauten Smoker.

Smokerbauer André Tenk (r.) und Holger Laumann präsentieren stolz ihren selbst gebauten Smoker.

„Männer brauchen was richtig Großes“, sagt er auf die Frage, ob man denn auch schon daran gedacht habe, Fisch zu räuchern. Die Fotos von diversen Gelegenheiten, bei denen die „BBQ Pit Boys – Chapter Südlohn“, wie sie sich nach ihren US-amerikanischen Vorbildern nennen, zusammenkommen, sprechen Bände: Spare Ribs, dicke Bratenstücke namens „Pulled Pork“ und „Bacon Bombs“ landen da auf den Edelstahlrost. Er habe aber schon mit einer Nachbarin darüber beraten, mal einen Lachs auf Zedernholz in die Garkammer zu packen, meint Tenk. Er habe zu Hause alle Sorten an Grills stehen, erklärt Tenk: „Gas, Holzkohle, Kugelgrill.“ Egal wie, Hauptsache Fleisch auf dem Feuer. Dabei haben Wettbewerbsgedanken überhaupt keinen Platz in der Grillleidenschaft des Holztechnikers. „Wir grillen just for fun“, sagt er mit Nachdruck. Über Grill-Meisterschaften rümpfen er und seine Mitstreiter die Nase. Lieber treffen sie sich mit anderen „Chapters“ aus aller Welt zum gemeinsamen Grillen, zum Rezepte-Austausch und Fachsimpeln über Gerät und Grillarten. Tenk: „Da entstehen Freundschaften.“

Die Begeisterung der Südlohner Grillfreunde reicht bis weit in die Vorbereitung: Wraps, Saucen, Marinaden – alles wird selbst gemacht. „Zwiebeln, Ahornsirup, Honig“, lautet das Lieblingsrezept der beiden. Zum Smoker kamen er und Laumann über das Internet. Dort sahen sie, wie andere ihre Geräte bauten und betrieben. Die Idee hatte ihren Reiz, denn für Gespräche bleibt beim Grillen mit Freunden oft wenig Zeit. „Wenn man ,Glück‘ hat, steht man die ganze Zeit am Grill“, lacht Tenk. Der Smoker biete da klar Vorteile, auch wenn so ein Spanferkel 12 Stunden braucht: „Deckel zu, dann hast du deine Ruhe“, sagt Laumann.

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