Wer darf zunächst auf die Zuteilung eines Grundstücks im sechsten Bauabschnitt im Scharperloh in Südlohn hoffen? Der Gemeinderat hat am 25. August die Vergabekriterien einstimmig beschlossen. © Markus Gehring
Baugrundstücke

Bauwillige hoffen auf Fläche: Gemeinde vergibt 31 Grundstücke im Scharperloh

Insgesamt 31 Grundstücke werden im sechsten Bauabschnitt im Scharperloh durch die Gemeinde vermarktet. Der Rat hat beschlossen, welche Bewerber in der ersten Runde angeschrieben werden.

Baugrundstücke bleiben auch in Südlohn und Oeding gefragt. Dieses Thema wurde gleich bei mehreren Tagesordnungspunkten zur jüngsten Ratssitzung offensichtlich.

Mit Nachdruck soll nun die Vermarktung der Grundstücke im sechsten Bauabschnitt im Baugebiet Scharperloh im Ortsteil Südlohn forciert werden. Geplant sei, die Interessenten so anzuschreiben, dass die Zuteilung der Grundstücke zum Ende des Jahres erfolgen kann, heißt es in der Sitzungsvorlage. Festgelegt wurden die Vergabekriterien.

Letztere werden übernommen vom Baugebiet Burloer Straße West, diese wurden vom Rat in seiner Sitzung vom 19. Mai dieses Jahres festgelegt.

Dabei wurden explizit die Handlungsempfehlungen und Zielvorgaben des neuen Wohnraumversorgungskonzepts berücksichtigt. Nach diesem sei ein breites Spektrum an Wohnungsangeboten zu schaffen. Auf der einen Seite sei im Mietwohnungsbau ein starkes Engagement privater Investoren zu erkennen.

Erste Bewerberrunde wird in Angriff genommen

Bei der Verwaltung bestehe hingegen die Nachfrage überwiegend nach Grundstücken für die Herstellung von Einfamilienhäusern, gegebenenfalls mit Einliegerwohnung oder als Doppelhaus. Deshalb werde empfohlen, dass in der ersten Bewerberrunde ausschließlich diese Bewerber angeschrieben werden, sofern diese nach ihren Angaben sämtliche Vergabekriterien erfüllen.

Ebenfalls angeschrieben werden Bewerber mit zu kleinem oder nicht bedarfsgerechtem Wohneigentum. Vor allem junge Menschen und Familien benötigten Grundstücke in Neubaugebieten, damit die Kinder die notwendigen sozialen Kontakte knüpfen könnten.

Ein Kriterium ist zum Beispiel, dass die einheimischen Bewerber, die in den letzten fünf Jahren nicht über Wohneigentum oder Wohnbaugrundstücke verfügt haben, berücksichtigt werden. Berücksichtigung sollen zum Beispiel auch ausschließlich Bewerber finden, die länger als drei Jahre mit ihrem Hauptwohnsitz in der Gemeinde gemeldet sind, gebürtig aus der Gemeinde stammen oder ihren Arbeitsplatz in der Gemeinde haben.

Der Familienstand – kinderreiche Familien vor ledigen Antragstellern – und andere soziale Verhältnisse finden ebenso Beachtung. In der Konsequenz: Junge einheimische Familien ohne Eigentum stehen oben auf der Prioritätenliste, gefolgt von zunächst jungen Menschen ohne Kinder und Bewerbern, die behindertengerechten Wohnraum zur Eigennutzung benötigen.

Einige Grundstücke auch für Mietwohnungsbau interessant

Aufgrund des Zuschnittes der Grundstücke sei nicht auszuschließen, dass nach der ersten Vermarktungsrunde Grundstücke übrigbleiben, die für den Mietwohnungsbau gut geeignet sind. Über die weitere Verwendung werde nach der ersten Bewerberrunde beraten, auch würden Bewerber mit Wohneigentum sowie auswärtige Bewerber über den weiteren Verlauf informiert.

Insgesamt werden 31 Baugrundstücke von der Gemeinde verkauft, weitere acht Grundstücke bleiben in privater Hand. Der Kaufpreis sowie die Erschließungs- und Kanalanschlussbeiträge waren durch den Gemeinderat einheitlich auf 150 Euro pro Quadratmeter festgelegt worden. Durch den Verkauf der Wohnbaugrundstücke vereinnahmt die Gemeinde gut zwei Millionen Euro.

Zum Ende des Jahres soll nun die Zuteilung erfolgen. Parallel mit dem Bau der Baustraße könnten die Bewerber ihre eigenen Planungen durchführen, heißt es.

In der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres soll die Baustraße fertiggestellt sein, dann könne mit der Erstellung der Häuser begonnen werden. Mit der einstimmigen Absegnung der Vergabekriterien hat der Rat den Weg dorthin geebnet.

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