Beckmann will weiter

Südlohn Die Bombe ist geplatzt: Georg Beckmann - seit zwei Wahlperioden Bürgermeister in Südlohn - wird bei der Kommunalwahl 2009 nicht mehr für die CDU Südlohn-Oeding ins Rennen gehen. Vielmehr hat er sich bereit erklärt, für den CDU-Stadtverband in Rheine das Amt des Ersten Bürgers der Stadt anzustreben.

17.06.2008, 20:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

<p>Georg Beckmann beim Geburtstag der ältesten Bürgerin Südlohns Josefine Mesken. Möglicherweise wird er sich bald in Rheine der Öffentlichkeit präsentieren. Archiv/geo</p>

<p>Georg Beckmann beim Geburtstag der ältesten Bürgerin Südlohns Josefine Mesken. Möglicherweise wird er sich bald in Rheine der Öffentlichkeit präsentieren. Archiv/geo</p>

"Bürgermeister Georg Beckmann hat den Parteivorstand sowie die Fraktion darüber informiert, dass er nach zehn Jahren erfolgreicher Tätigkeit in Südlohn und Oeding nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung steht und die Anfrage, als Bürgermeister-Kandidat für die CDU Rheine ins Rennen zu gehen, angenommen hat." Dies teilten gestern der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands Christian Vedder und der Vorsitzende der CDU-Fraktion Hermann-Josef Frieling in einer gemeinsamen Erklärung mit, nachdem entsprechende Medienberichte aus Rheine bekannt geworden waren.

"Bedauerlicher Schritt"

Die CDU Südlohn-Oeding bedauere diesen Schritt außerordentlich, könne aber nachvollziehen, dass eine Anfrage aus einer der größten münsterländischen Städte eine neue Herausforderung für Beckmann darstelle. "Die CDU Südlohn-Oeding hat mit Georg Beckmann viele wichtige Projekte für die Gemeinde auf den Weg gebracht. Wir möchten ihm schon an dieser Stelle herzlich danken, und wir werden die bewährte, gute Zusammenarbeit auch in der verbleibenden, einjährigen Amtszeit fortsetzen", heißt es weiter. Eine neue Herausforderung nicht nur für Georg Beckmann, sondern auch für die CDU Südlohn-Oeding: Denn sie muss sich nun unter völlig veränderten Voraussetzungen mit dem Thema Bürgermeister-Kandidat auseinander setzen und einen Nachfolger finden, über den letztlich in einer Mitgliederversammlung entschieden wird.

Diese Hürde hat nicht nur "der Neue" in Südlohn zu überwinden. Auch Georg Beckmanns Kandidatur in Rheine steht offiziell noch nicht hundertprozentig. Denn ob er für die CDU Rheine ins Rennen geschickt wird, entscheiden andere - wie der Rheinenser Stadtverbandsvorsitzende Josef Niehues. Offiziell bestätigen wollte Niehues den "Kandidaten Beckmann" gestern auf Anfrage noch nicht.

SPD-Amtsinhaberin

Erst muss sich der CDU-Stadtverband in Rheine auf einen Kandidaten festlegen - unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Am Freitag will die Parteispitze in Rheine dann ihren Gegenkandidaten zu Amtsinhaberin Angelika Kordfelder, die seit 2004 mit einer SPD-Minderheit regiert, in einer Talkrunde den Mitgliedern vorstellen. Ende August werden diese darüber abstimmen, wen sie bei der Kommunalwahl 2009 ins Rennen schicken.

Dass der 48-jährige Südlohner das Amt des Bürgermeisters nach wie vor als Herausforderung betrachtet - erst recht in einer fast 80 000 Einwohner zählenden Stadt wie Rheine - daraus machte er gestern keinen Hehl. An Möglichkeiten, sich anderweitig beruflich zu verändern, mangelte es auch im Vorfeld nicht. Erst im September vergangenen Jahres hatte die Bocholter CDU-Spitze ihn für den Posten des Ersten Stadtrats ins Auge gefasst. kh

Lesen Sie jetzt