Begleiter auf dem letzten Weg

Ambulante Hospizgruppe

Wenn ein Leben sich dem Ende neigt, sind sie da. Spenden Trost, nehmen Ängste, begleiten Angehörige und Sterbende auf ihrem letzten Weg und sind eben auch einfach nur da. Sie, das sind die 15 ehrenamtlichen Hospizbegleiter, die sich in der Regionalgruppe Südlohn und Oeding des Vereins Omega engagieren.

SÜDLOHN/OEDING

von Von Stephan Teine

, 28.04.2011, 19:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit drei Jahren besteht die Regionalgruppe in der Doppelgemeinde und etabliere sich langsam, wie Winhuysen berichtet. Es gebe aber immer noch Hemmschwellen, sagt sie weiter. „Längst nicht alle, die Hilfe gebrauchen könnten, wenden sich auch an uns“, so Winhuysen. Das zeige zwar einerseits, das familiäre und soziale Strukturen in der Gemeinde noch gut funktionierten, andererseits aber auch die große Berührungsangst mit dem Thema Tod. „Wir bieten auch häufig Seminare oder Vorträge rund um das Thema an – da wünschen wir uns einfach mehr Resonanz“, erklärt sie.

Doch was bewegt die Mitglieder überhaupt dazu, sich freiwillig und ehrenamtlich immer wieder mit dem Tod zu beschäftigen? „Viele haben eigene Erfahrungen mit dem Thema gemacht, bevor sie an Omega herangetreten sind“, sagt Diakon Rainer Hebing. Die wollten sie nun weitergeben oder verhindern, dass andere sie machen müssen. In umfangreichen Schulungen werden die Ehrenamtlichen auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Außerdem treffen sie sich zum Erfahrungsaustausch. Dringend sucht die Gruppe weitere Helfer. „Mit den 15 bis 16 aktuellen Mitgliedern schaffen wir das Pensum so gerade eben“, sagt Winhuysen. Auch auf Spenden ist der Verein immer angewiesen. Das Geld fließe fast komplett in die Ausbildung der Helfer und in die Seminare, erklärt die Koordinatorin. Die Arbeit der Helfer sei komplett kostenfrei.

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