Den Winterdienst auf den Straßen und Wegen in Südlohn und Oeding übernehmen immer vier bis sechs Mitarbeiter aus dem Bauhof-Team (Symbolbild). © dpa
Winterdienst

Bei Glätte und Schnee wird in Südlohn ab 4.30 Uhr gestreut und geräumt

Zwei Silos sind mit Streusalz gefüllt, der Bauhof hat einen Dienstplan für Streu- und Räumdienst: Der Winter kann kommen. Obwohl: Für die Bauhofmitarbeiter hat der Winterdienst schon begonnen.

Wenn sich die Temperaturen rund um den Gefrierpunkt bewegen, heißt das für vier Leute vom Südlohner Bauhof-Team: Den Wecker früh stellen, Dienstbeginn 4.30 Uhr. In diesem Dezember war das schon einige Male der Fall.

Ausgeklügeltes System mit genauer Route

Bauhofleiter Stefan Brüggemann nimmt es gelassen. „Das ist unser Job“. Für den Fall von Glätte und Schnee hat der Bauhof ein ausgeklügeltes System entwickelt, jeder weiß, wann und wo er was zu tun hat. Wochenweise wird der Winterdienst-Dienst gewechselt. Die vier betreffenden Mitarbeiter haben dann das Wetter ganz besonders im Blick.

„Wenn es aufklart, dann muss man noch mal los“, weiß Stefan Brüggemann aus Erfahrung. Wenn es also morgens erst bedeckt ist und deswegen auch etwas „wärmer“, heißt das nicht, dass Streuen nicht notwendig ist. Auch später, bei dann aufgeklartem Himmel, könne Glätte auftreten. „Es gibt da so gewisse Stellen“, so der Bauhofleiter.

Was das Streusalz angeht: Da ist erst einmal genügend da. Silo sei randvoll, in einem weiteren lagere Reserve und Sackware liegt zur Not auch noch im Bauhof bereit. Die Gemeinde Südlohn streut ausschließlich mit Salz. Bei der Bevorratung habe man sich an dem orientiert, was im vergangenen Jahr verbraucht worden sei, erläutert Stefan Brüggemann.

Bei Glätte und Schnee wird ab 4.30 Uhr gestreut und geräumt

Für zwei große Traktoren und zwei kleine gibt es Streuvorrichtungen, mit diesen sind die Mitarbeiter dann auf festgelegten Routen unterwegs. Mit den großen Fahrzeugen auf den Straßen, mit den kleinen auf den Rad- und Fußwegen. Als erstes werden die Strecken des Schüler- und Busverkehrs angegangen.

Dann wird überall dort gestreut, wo die Gemeinde Südlohn Anlieger einer Straße ist oder auch an den gemeindeeigenen Gebäuden – zum Beispiel am Rathaus. Wie auch an den Brücken im Gemeindegebiet ist am Rathaus aber auch Handarbeit beim Streuen angesagt: bei der Treppe.

Wenn es nicht nur glatt ist, sondern auch Schnee liegt, müssen zwei weitere Kollegen mithelfen. Vor allem an den Stellen, wo die vier Fahrzeuge, die dann zusätzlich zur Streuvorrichtung noch einen Schieber anmontiert haben, nicht hinkommen. Da geht es wieder um Brücken und Treppen.

Um 7 Uhr müssen die Arbeiten beendet sein

Dass die Bauhofmitarbeiter ihre Winterdienst-Schicht um 4.30 Uhr beginnen, hat einen Grund: Um 7 Uhr muss gestreut sein und – wenn Schnee liegt – muss um die selbe Zeit auch geräumt sein. Das gilt für die Gemeinde genauso wie für jeden privaten Haushalt.

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Anne Winter-Weckenbrock

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