Bewital-Logistikcenter: Bau im Zeitplan, Regallager wird 37 Meter hoch

mlzHochregallager Bewital

Nun ist zu sehen, was seit gut drei Jahren geplant wurde: Das neue Logistikcenter der Unternehmensgruppe Bewital ist im Bau. Büros und Kommissionierhalle werden vom Hochregallager überragt.

Südlohn

, 05.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mitte des Jahres war Baustart – jetzt ist von Weitem zu sehen, dass die Bewital-Unternehmensgruppe ihren Standort in Oeding erweitert. Das neue Logistikcenter wird gebaut. Büros, eine Kommissionierhalle und – das fällt ins Auge – das Hochregallager. Auf 7.500 Quadratmetern sind dort 12.000 neue Paletten-Stellplätze geplant. Das Regallager ragt 37 Meter in die Höhe.

Bau im Zeitplan, Regallager wird 37 Meter hoch

Ganz unterschiedliche Reaktionen habe das Unternehmen auf die nun deutlich sichtbare Erweiterung erhalten, schildern Yvonne Brüninghoff von der Unternehmenskommunikation und der kaufmännische Leiter der Bewital-Unternehmensgruppe, Christoph Sicking im Telefonat mit der Redaktion.

„Manche sagen schon: ,Das ist ja ein Klotz‘. Aber die meisten Reaktionen sind positiv“, sagt Yvonne Brüninghoff. Christoph Sicking ergänzt, dass viele Oedinger positiv zur Kenntnis nehmen, dass sich das Unternehmen so weiterentwickele, auch mit Blick auf die Arbeitsplätze vor Ort im Dorf.

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Denn die 450 Mitarbeiter, die die Unternehmensgruppe aktuell hat, sollen verstärkt werden. Auch wenn das Hochregallager am Ende automatisiert läuft, wie Christoph Sicking betont. Fachkräfte für Lagerlogistik würden genauso gesucht wie technisch ausgebildete Handwerker. Und einige davon sollten „höhenfest“ sein, wie der kaufmännische Leiter betont. Falls es mal bei einer Störung hoch hinaus gehen muss im Regallager. Heute seien die Regale zwölf Meter hoch.

Für die Bauarbeiten der Bewital-Unternehmensgruppe ist die Industriestraße in dem Bereich voll gesperrt.

Für die Bauarbeiten der Bewital-Unternehmensgruppe ist die Industriestraße in dem Bereich voll gesperrt. © Bernd Schlusemann

Der hohe Gerüstkomplex, der sich aktuell neben dem dunkelgrauen Gebäude für Büros und Kommissionierhalle abhebt, wird sich am Ende über die ganze 88-Meter-Breite am Gebäude entlang erstrecken. Die Gerüste werden selbstverständlich noch verkleidet. „Die Fassade wird vierfarbig“, erläutert Christoph Sicking. So werde das Lager trotz der Höhe nicht so wuchtig wirken.

Schattengutachten für den Umkreis von 500 Metern erstellt

Ein Schattengutachten für den Umkreis von 500 Metern habe die Bewital-Unternehmensgruppe im Vorfeld mit Blick auf die Höhe des Gebäudes anfertigen lassen und den Nachbarn sowie der Kommunalpolitik frühzeitig die Pläne präsentiert, blickt Christoph Sicking zurück ins Jahr 2017.

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Insgesamt schreite der Bau des neuen Logistikzentrums sehr gut voran. Trotz der Corona-Pandemie befinden sich alle Projektabläufe im Zeitplan. Dies sei unter anderem der guten Zusammenarbeit aller erforderlichen Gewerke geschuldet: Das Unternehmen BSS aus Solingen koordiniere dabei als Generalunternehmer alle Arbeitsabläufe. Die Firmen Büning Erdbau aus Weseke und die Hemsing Bau aus Oeding hätten die Erd- und Betonarbeiten bereits termingerecht abgeschlossen.

Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im März 2021 abgeschlossen sein. Das angrenzende Hochregallager hat seine finale Höhe von rund 37 Metern bereits erreicht. Zunächst war von 38 Metern Höhe die Rede gewesen, aber durch Höhenunterschiede, die mit einer Treppe zwischen Logistikgebäude und Lager ausgeglichen wurden, konnte ein Meter „gespart“ werden.

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Der Regalbau ist schon zur Hälfte fertiggestellt. Anfang des nächsten Jahres werden abschließend Regalbediengeräte und Fördertechnik montiert. „Das wird so ähnlich sein wie bei Eisenbahnschienen“, zieht Christoph Sicking einen Vergleich. Am Ende werde die Automation installiert. Der Plan: Am 1. Juli 2021 soll das neue Logistikcentrum voll funktionsfähig übergeben werden.

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Baustelle Hochregallager Bewital

Die Bewital-Unternehmensgruppe investiert 10,5 Millionen Euro in ein neues Logistikzentrum. Weit sichtbares Zeichen für die Erweiterung: Das 37 Meter hohe Regallager.
05.11.2020
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Die Baustelle für das Logistikzentrum mit Hochregallager aus der Vogelperspektive. Auf 7.500 Quadratmetern plant die Bewital-Unternehmensgruppe dort 12.000 neue Paletten-Stellplätze.© Bernd Schlusemann
Die Baustelle bei Bewital von Weitem: Ganz rechts im Bild ist noch der Kirchturm von St Jakobus zu erkennen.© Bewital-Unternehmensgruppe
Ein Detailblick in die Gerüste des Hochregallagers: Diese werden natürlich noch mit einer Fassade verleidet. Diese soll vierfarbig gestaltet werden und somit nicht so wuchtig wirken.© Bernd Schlusemann
Für die Bauarbeiten der Bewital-Unternehmensgruppe ist die Industriestraße in dem Bereich voll gesperrt.© Bernd Schlusemann
Die Bauarbeiten für das neue Logistikzentrum der Bewital-Unternehmensgruppe liegen im Zeitplan. Im März 2021 soll es in Betrieb genommen werden© Bewital-Unternehmensgruppe
Die Bauarbeiten für das neue Logistikzentrum der Bewital-Unternehmensgruppe liegen im Zeitplan. Im März 2021 soll es in Betrieb genommen werden© Bewital-Unternehmensgruppe
Ein Detailblick in die Gerüste des Hochregallagers: Diese werden natürlich noch mit einer Fassade verleidet. Diese soll vierfarbig gestaltet werden und somit nicht so wuchtig wirken.© Bernd Schlusemann
Die Baustelle für das Logistikzentrum mit Hochregallager aus der Vogelperspektive. Auf 7.500 Quadratmetern plant die Bewital-Unternehmensgruppe dort 12.000 neue Paletten-Stellplätze.© Bernd Schlusemann
Die Industriestraße ist wegen der Großbaustelle des Unternehmens Bewital gesperrt. © Markus Gehring
Die Industriestraße ist wegen der Baustelle bei Bewital noch einige Zeit gesperrt. © Markus Gehring

Die Höhe ist geschrumpft, die Investitionssumme gewachsen: Insgesamt gibt die Bewital-Unternehmensgruppe für das Logistikzentrum rund 10,5 Mio. Euro aus. „Die Summe ist zuletzt von zuerst genannten 9 Millionen noch einmal angestiegen, da wir aufgrund der baulichen und strategischen Vorteile die Palettenplätze direkt von 9.000 auf die finale Ausbaustufe mit 12.000 Plätzen aufgestockt haben“, erläutert Yvonne Brüninghoff.

Neues Lager sorgt für weniger CO2-Ausstoß

  • Durch den Neubau stellt Bewital sicher, dass die Waren auch bei den steigenden Stückzahlen schnell beim Kunden landen.
  • Das spart viele LKW-Transporte zwischen den aktuell sechs verschiedenen Lagern und den damit verbundenen CO2- Ausstoß.
  • Etwa 800-1000 Paletten verlassen derzeit jeden Tag das Unternehmen, Tendenz steigend.
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