Bildungspaket: Nadine Janzen berät Eltern und Kinder

Chancen eröffnen

Die Teilnahme an der Klassenfahrt oder die Mitgliedschaft im Sportverein will das Bildungs- und Teilhabepaket Kindern aus Geringverdienerfamilien ermöglichen. Dipl. Sozialpädagogin Nadine Janzen setzt seit Juni das in Südlohn um, was Bundes-Sozialministerin Ursula von der Leyen als "Zukunftschance" für diese Kinder bezeichnet.

SÜDLOHN

von von Bernd Schlusemann

, 13.11.2012, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schul-Sozialarbeiterin Nadine Janzen berät über die Möglichkeiten des Bildungs- und Teilhabepaketes.

Schul-Sozialarbeiterin Nadine Janzen berät über die Möglichkeiten des Bildungs- und Teilhabepaketes.

"Auf dem Dorf muss man dazugehören können", für Nadine Janzen ist das ein ganz wichtiger Punkt und gleichzeitig Kernbereich ihrer Arbeit in der von-Galen- und St. Vitus-Grundschule. In den Räumen des offenen Ganztags hat Janzen in Südlohn ihr Büro und berät Eltern und Kinder in Fragen des Bildungspaketes.

Vereine, Klassenfahrten, Ferienfreizeiten und Ausflüge, "das ist das, was den Familien Geld kostet", berichtet Janzen über ihre Erfahrung nach fast sechs Monaten als Schul-Sozialberaterin. Und genau das seien auch die Bereiche, in denen Kindern aus Familien mit geringem Einkommen die Türen bisher häufig verschlossen bleiben.

Rechtsanspruch

Das Bildungspaket wurde vom Gesetzgeber mit einem Rechtsanspruch ausgestattet. So stehen Kindern von Geringverdienern insgesamt 120 Euro im Jahr für die verschiedensten Aktivitäten und Erfordernisse zur Verfügung. Egal ob Sport, Musik oder Kultur, der Schulausflug, das Mittagessen in Schule oder Kita, Schulmaterial und sogar notwendige Lernförderung, das Bildungspaket eröffnet Kindern aus benachteiligten Familien Möglichkeiten, die es bisher so nicht gab. "Viele Eltern sind leider noch nicht über die Möglichkeiten informiert. Das steht den Familien aber zu", betont Janzen zum Teilhabepaket und lädt betroffene Eltern ein, mit ihr zu sprechen. In Anspruch nehmen können das Angebot Bezieher von Leistungen wie Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Wohngeld etc.

Beratungsangebot

Damit ihr Beratungsangebot bekannt wird, hat Janzen nach Schuljahresbeginn viele Elternabende besucht, das Angebot vorgestellt "und der Sache ein Gesicht gegeben". Dadurch sei "ein Stein ins rollen gekommen", meint Janzen zurückblickend und betont, das alle Berechtigten dieses Angebot auch nutzen sollten. Denn: Gerade auf dem Dorf sei es wichtig, dazuzugehören. 

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