Bistum und Gemeinde investieren 1,4 Millionen Euro in die Jakobuskirche

mlzBaupläne für 2021

2021 sollen der Neu- und Umbau an der St. Jakobuskirche beginnen. Bistum und die Gemeinde St. Vitus und St. Jakobus wollen dort rund 1,4 Millionen Euro in neue Räume und die Sanierung investieren.

Südlohn

, 05.07.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Planung für den Neubau des Pfarrheims an der St. Jakobuskirche macht Fortschritte. Der Bewilligungsausschuss des Bistums hat die Pläne positiv bewertet.

Erstmals gibt es jetzt auch Zahlen für das Projekt: Neubau und Renovierung sollen insgesamt rund 1,4 Millionen Euro kosten. Das Bistum will davon 70 Prozent übernehmen. Den Rest muss die Kirchengemeinde St. Vitus und St. Jakobus schultern. Keine leichte, aber eine machbare Aufgabe. „Wir haben uns ja hier im Ortsteil auch von einigen Gebäuden getrennt“, sagt Heinz Gewering, Verwaltungsleiter der Zentralrendantur Ahaus-Vreden. Das eingenommene Geld aus den Verkäufen werde nun reinvestiert.

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Die Planung wurde dabei kaum geändert: Rund 300 Quadratmeter neue Räume sollen in dem Neubau entstehen. Neben Büros auch kleinere Säle für die Gruppen aus der Gemeinde. Der große Pfarrsaal soll mit rund 140 Quadratmetern im hinteren Joch der Kirche eingebaut werden. Damit ist das Bistum den Wünschen der Gemeinde gefolgt.

Allerdings werden weniger Öffnungen in die Kirchenwand geschnitten als zunächst gedacht: Vorgesehen waren drei Öffnungen in der nördlichen Wand des Kirchenschiffs. Nach Gesprächen mit der Denkmalbehörde und einem Statiker soll nun nur noch eine Öffnung geschaffen werden. „Wir hätten uns natürlich über mehr Licht gefreut, aber müssen auch so zufrieden sein“, erklärt Pfarrer Stefan Scho vor Ort. Gegen die zusätzlichen Öffnungen spreche aber nicht nur die Statik, sondern auch der Denkmalschutz: Schließlich habe die Jakobuskirche eben einen eher dunklen Charakter. Der müsse erhalten werden.

Zusammen mit dem Neubau soll jetzt auch der Innenraum komplett saniert werden. „Das macht am Ende mehr Sinn, als wenn wir mehrfach neu anfangen würden“, sagt Stefan Scho. Neben einem neuen Anstrich soll auch die komplette Elektrik, Beleuchtung und Beschallung ersetzt werden.

Bewilligungsausschuss muss im September zustimmen

Der Finanzplanung muss der Bewilligungsausschuss des Bistums aber noch einmal final zustimmen. Das soll im September passieren. Dann folgt die Ausschreibung der Arbeiten. Anfang 2021 sollen die Arbeiten dann beginnen. „So eine Ausschreibung muss ja vernünftig laufen“, sagt Stephan Bengfort. Er wolle lieber etwas mehr Zeit einplanen, als dass es nachher zu knapp wird. Auch auf die Baukosten wirke es sich positiv aus, wenn der Zeitplan nicht zu eng gesetzt wird. Ein paar Monate hängt der Zeitplan damit zwar den ursprünglichen Überlegungen hinterher. „Das ist aber kein gewaltiger Zeitraum“, sagt Stephan Bengfort.

Die Turmuhr tickt noch nicht wieder richtig. Sie ist allerdings nicht beschädigt, sondern muss nur neu eingestellt werden. Das soll in Kürze erledigt werden.

Die Turmuhr tickt noch nicht wieder richtig. Sie ist allerdings nicht beschädigt, sondern muss nur neu eingestellt werden. Das soll in Kürze erledigt werden. © Stephan Teine

Insgesamt rechnet er ab dem ersten Spatenstich mit rund zwei Jahren Bauzeit: 14 Monate allein für den Neubau des Pfarrheims, sechs Monate für die Sanierung der Kirche und den Neubau des Pfarrsaals in der Kirche.

Gottesdienste können natürlich in der Kirche nicht stattfinden, während dort gebaut wird. „Dafür wollen wir dann ins alte Pfarrheim umziehen“, erklärt Pfarrer Stefan Scho. Wann genau der Umzug stattfindet, ist aber noch nicht klar.

Mit den geplanten Um- und Neubauten sei die Gemeinde im Ortsteil Oeding dann für die kommenden Jahrzehnte gut aufgestellt.

Sanierung bleibt im Kostenrahmen und Turmuhr wird gestellt

Übrigens: Auch wenn die Sanierung der Außenfassade länger gedauert hat, als zunächst geplant, wurde der Kostenrahmen eingehalten. Das betont Heinz Gewering ausdrücklich. Mit dem Ergebnis der Arbeiten ist er sehr zufrieden. Auch wenn noch kleine Nacharbeiten nötig sein, beispielsweise ist ein Fallrohr noch undicht, seien die Arbeiten sehr gut verlaufen.

Und noch etwas: Die Turmuhr, die seit einigen Wochen eine falsche Uhrzeit anzeigt, ist nicht defekt. Sie müsse lediglich neu eingestellt werden. Das soll in Kürze passieren.

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