Bollern der Lanz-Bulldogs beeindruckt

22.07.2008, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

<p>Hermi Bauhaus aus Bocholt-Hemden auf einem 1941er Lanz Bulldog - dem ältesten Fahrzeug, das sich in den Reihen der Teilnehmer befand. MLZ-Fotos (2): Beining</p>

<p>Hermi Bauhaus aus Bocholt-Hemden auf einem 1941er Lanz Bulldog - dem ältesten Fahrzeug, das sich in den Reihen der Teilnehmer befand. MLZ-Fotos (2): Beining</p>

Oeding Es gibt Geräusche, die lassen wie elektrisiert hochfahren. Der Klang eines alten Lanz-Bulldog gehört zweifellos in die Kategorie "unvergesslich und unver-gleichlich".

Außerdem ist eines ganz si-cher: Bollert so ein stählernes Ungetüm die Winterswijker- oder Jakobistraße entlang, ist es von jeder Stelle im Dorf aus zu vernehmen. Und wenn dann noch - wie am vergangenen Sonntagmittag - ein ganzes Rudel von ihnen in der Grenzgemeinde unterwegs ist, dann gibt es eigentlich kein Halten mehr.

Der Grund für diese "Störung der Mittagsruhe": Der Treckerclub Barlo befand sich auf seiner "Oldtimer-Rundfahrt". Rund 80 antike Traktoren waren am Morgen im Bocholter Ortsteil Barlo gestartet und über die Grenze in die niederländische Bauerschaft Woold gefahren. Von dort ging es auf verschlungenen Wegen nach Kotten, dann wieder über die Grenze und nach Oeding hinein.

Auf dem Hof Beier in der Bauerschaft "Hinterm Busch" waren das Hofgelände und eine große Wiese längst freigeräumt, um dem ganzen Tross eine Mittagspause zu ermöglichen. Dort wartete auch schon selbst gemachte Erbsensuppe auf die Fahrer der alten Lanz, Fendts, Deutz und Hanomags.

16 Mitglieder

Zwölf Jahre gibt es den Barloer Treckerclub, und er hat nur 16 Mitglieder. Wie man denn dann auf diese vergleichsweise riesige Teilnehmerzahl gekommen sei? Stefan Klein-Hitpaß, der Vereinschef, sagt: "Wir haben Freunde und Bekannte aus dem ganzen Kreisgebiet angeschrieben und informiert", und mit einem Blick voller Stolz auf die lange Reihe der glänzenden Schätzchen: "Das halbe Jahr Vorplanung hat sich wirklich gelohnt, fin-den Sie nicht?" Eine solch illustre Versammlung landwirtschaftlicher Zeitzeugen - unter anderem als ältestes Fahrzeug ein Lanz von 1941 - ist sicher in der Grenzgemeinde nur ganz selten zu sehen. Und die vielen Zaun-gäste auf dem Beierschen Hof schienen das ähnlich zu sehen.

Tour rollte weiter

Nach der Mittagspause sollte es über Burlo und Vardingholt wieder zurück nach Barlo gehen. Stefan Klein-Hitpaß und seine Leute vom rührigen Treckerclub hatten dort auch noch einen Abschluss unter anderem mit Leckerem vom Grill vorbereitet. geo

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