Brennender Stall im Ebbinghook hält 75 Feuerwehrleute bis in den frühen Morgen in Atem

mlzStallbrand

Wehralarm für die Löschzüge Südlohn und Oeding: Der Stallbrand in Oeding in der Nacht zu Donnerstag war der erste Großeinsatz im neuen Jahr. Drei Schweine sind bei dem Feuer verendet.

Südlohn

, 02.01.2020, 14:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das neue Jahr war gerade erst einen Tag alt, da musste die komplette Feuerwehr aus Südlohn und Oeding schon zu ihrem ersten Großeinsatz ausrücken: In der Nacht zu Donnerstag stand das Dach eines Schweinestalls in der Bauerschaft Ebbinghook lichterloh in Flammen.

Gegen 1.45 Uhr riefen die Sirenen in beiden Ortsteilen die Feuerwehrleute zu den Wachen. Wehralarm. „Bei einem Stallbrand auf einem landwirtschaftlichen Betrieb ist das üblich“, erklärt Gemeindebrandinspektor Udo Bußkamp, der in der Nacht den Einsatz leitete.

Feuerschein schon von Weitem zu erkennen

Als die Feuerwehr auf dem Hof im Ebbinghook eintraf, loderten die Flammen schon aus den Abluftschächten auf dem Dach. Schon von Weitem war der helle Feuerschein in der diesigen Nacht zu erkennen. Im weiten Umkreis um den Betrieb durchzuckten die Blaulichter die Dunkelheit.

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Drei Schweine sterben bei Brand im Schweinestall in Oeding

Auf dem Dach des Schweinestalls im Ebbinghook war das Feuer in der Abluftanlage ausgebrochen. Der Feuerschein war schon von weitem zu sehen. Für drei Schweine kam jede Hilfe zu spät. Sie verendeten in dem Stall.
02.01.2020
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In der Nacht auf Donnerstag brannte im Ebbinghook die Abluftanlage auf einem Schweinestall. Beide Löschzüge aus Südlohn und Oeding waren im Einsatz. Zusätzlich wurde der Teleskopmast aus Stadtlohn alarmiert. © Stephan Teine
In der Nacht auf Donnerstag brannte im Ebbinghook die Abluftanlage auf einem Schweinestall. Beide Löschzüge aus Südlohn und Oeding waren im Einsatz. Zusätzlich wurde der Teleskopmast aus Stadtlohn alarmiert. © Stephan Teine
In der Nacht auf Donnerstag brannte im Ebbinghook die Abluftanlage auf einem Schweinestall. Beide Löschzüge aus Südlohn und Oeding waren im Einsatz. Zusätzlich wurde der Teleskopmast aus Stadtlohn alarmiert. © Stephan Teine
In der Nacht auf Donnerstag brannte im Ebbinghook die Abluftanlage auf einem Schweinestall. Beide Löschzüge aus Südlohn und Oeding waren im Einsatz. Zusätzlich wurde der Teleskopmast aus Stadtlohn alarmiert. © Stephan Teine
In der Nacht auf Donnerstag brannte im Ebbinghook die Abluftanlage auf einem Schweinestall. Beide Löschzüge aus Südlohn und Oeding waren im Einsatz. Zusätzlich wurde der Teleskopmast aus Stadtlohn alarmiert. © Stephan Teine
In der Nacht auf Donnerstag brannte im Ebbinghook die Abluftanlage auf einem Schweinestall. Beide Löschzüge aus Südlohn und Oeding waren im Einsatz. Zusätzlich wurde der Teleskopmast aus Stadtlohn alarmiert. © Stephan Teine
In der Nacht auf Donnerstag brannte im Ebbinghook die Abluftanlage auf einem Schweinestall. Beide Löschzüge aus Südlohn und Oeding waren im Einsatz. Zusätzlich wurde der Teleskopmast aus Stadtlohn alarmiert. © Stephan Teine
In der Nacht auf Donnerstag brannte im Ebbinghook die Abluftanlage auf einem Schweinestall. Beide Löschzüge aus Südlohn und Oeding waren im Einsatz. Zusätzlich wurde der Teleskopmast aus Stadtlohn alarmiert. © Stephan Teine
In der Nacht auf Donnerstag brannte im Ebbinghook die Abluftanlage auf einem Schweinestall. Beide Löschzüge aus Südlohn und Oeding waren im Einsatz. Zusätzlich wurde der Teleskopmast aus Stadtlohn alarmiert. © Stephan Teine
In der Nacht auf Donnerstag brannte im Ebbinghook die Abluftanlage auf einem Schweinestall. Beide Löschzüge aus Südlohn und Oeding waren im Einsatz. Zusätzlich wurde der Teleskopmast aus Stadtlohn alarmiert. © Stephan Teine
In der Nacht auf Donnerstag brannte im Ebbinghook die Abluftanlage auf einem Schweinestall. Beide Löschzüge aus Südlohn und Oeding waren im Einsatz. Zusätzlich wurde der Teleskopmast aus Stadtlohn alarmiert. © Stephan Teine
In der Nacht auf Donnerstag brannte im Ebbinghook die Abluftanlage auf einem Schweinestall. Beide Löschzüge aus Südlohn und Oeding waren im Einsatz. Zusätzlich wurde der Teleskopmast aus Stadtlohn alarmiert. © Stephan Teine

Die Alarmanlage der Lüftungsanlage hatte den Landwirt alarmiert. „Der Alarm hatte ausgelöst, weil die Lüftung ausgefallen war“, erklärte Udo Bußkamp in der Nacht.

Frischluft für Schweine im Stall

Die Feuerwehr musste gleichzeitig die Flammen bekämpfen und für die übrigen Tiere in dem Stall die Luftversorgung sicherstellen. Mit großen Lüftern drückten die Einsatzkräfte Luft in die geöffneten Türen des Stallgebäudes. Unter schwerem Atemschutz gingen dann mehrere Trupps gegen die Flammen vor. Ein Ausbreiten der Flammen konnten sie so verhindern.

Ein Problem stellte auch die Versorgung mit Löschwasser für die Feuerwehr dar – wie so oft im Außenbereich: Für die ersten Löschangriffe griffen die Feuerwehrleute deswegen auf das Wasser in den Tanks der Löschfahrzeuge zurück. Parallel wurden zwei Leitungen zu den nächsten Hydranten gelegt: Eine in Richtung Oeding, eine in Richtung Südlohn. Über mehrere Hundert Meter mussten Schläuche verlegt und Pumpen in Betrieb genommen werden. Eine echte Mammutaufgabe.

Stadtlohner Feuerwehr hilft mit Wasser und Teleskopmast

Wenig später trafen auch das Teleskopfahrzeug und ein weiteres Tanklöschfahrzeug aus Stadtlohn ein: Mit dem Korb löschten die Feuerwehrleute zusätzlich von oben und suchten nach weiteren Brandherden. Das zweite Fahrzeug unterstützte die Feuerwehrleute bei der Wasserversorgung. Gegen 3 Uhr tönte dann die befreiende Meldung durch die Funkgeräte: „Feuer gelöscht.“

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Auch Landwirte aus der Nachbarschaft waren mit großen Güllefässern voll Wasser zu dem brennenden Stall geeilt, um ihre Hilfe anzubieten. Sie wurden allerdings nicht mehr benötigt.

Für drei Schweine in dem Stall kam dennoch jede Hilfe zu spät. Sie verendeten in den Flammen. „Von den fünf Lüftungsdomen sind drei vollständig ausgebrannt. Auch Teile des Daches waren nicht mehr zu retten“, so Udo Bußkamp weiter. Für ihn hat der Einsatz aber dennoch noch eine positive Seite: „Es wurden keine Menschen verletzt“, sagt er. Das sei bei einem Einsatz dieser Größe immer das Wichtigste.

Einsatz bis in die Morgenstunden

Die Feuerwehr war noch bis 4.30 Uhr am Morgen vor Ort und mit Nachlösch- sowie Aufräumarbeiten beschäftigt. „Danach mussten wir an den Gerätehäusern noch aufräumen, die Nacht war also entsprechend kurz“, sagt Udo Bußkamp am Mittag nach dem Brand. Insgesamt waren 75 Feuerwehrleute mit dem Brand beschäftigt.

Die Polizei hat derweil Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Auf Nachfrage bestätigt Thorsten Ohm von der Pressestelle der Polizei im Kreis Borken, dass drei Schweine bei dem Feuer gestorben sind. Den Sachschaden schätzen die Polizeibeamten auf rund 60.000 Euro.

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