Briefe unterschlagen - Freunde bestohlen

Bewährungsstrafen für Südlohner

Mit ihrem Job überfordert war eine 22-jährige Südlohnerin: Sie arbeitete für einen privaten Kurierdienst, schaffte es aber nicht, alle Sendungen zuzustellen. Über 1000 Briefe hatte sie zuhause abgelegt. Ihr Arbeitgeber zeigte sie an, vor dem Amtsgericht Borken wurde sie nun wegen Unterschlagung zu drei Monaten Freiheitsstrafe zur Bewährung verurteilt.

SÜDLOHN/BORKEN

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 10.01.2012, 11:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine sechsmonatige Freiheitsstrafe wurde vor dem Amtsgericht Borken gegen einen 30-jährigen Südlohner verhängt, dem Diebstahl nachgewiesen worden war. Der Südlohner hatte  sich mit einem ebenfalls aus Südlohn stammenden Paar angefreundet und diesem bei der Renovierung und den Umzug in ein Haus geholfen. Wegen der Renovierungsarbeiten habe er  immer viel Bargeld im Portemonnaie gehabt, so der Geschädigte vor Gericht. So hätten er und seine Frau zunächst schon bemerkt, dass immer einmal wieder Geld fehlte, aber gedacht, dass sie vielleicht den Überblick verloren hätten bei all den Ausgaben. Doch die Fälle häuften sich, das Ehepaar wurde misstrauisch und stellte eine Videokamera auf. So wurde gefilmt, wie der "Freund" 70 Euro aus dem Portemonnaie nahm. Wegen dieses Diebstahls, den der Angeklagte vor Gericht einräumte, musste er sich verantworten. Weitere Taten konnten ihm zunächst nicht nachgewiesen werden. Die 70 Euro und weitere Beträge hatte der Dieb, der sich bei dem teif enttäuschten Ehepaar entschuldigte,  inzwischen beglichen.  

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