CDU-Kandidat Frank Engbers will ein Bürgermeister auf Augenhöhe werden

mlzKommunalwahl 2020

Frank Engbers (CDU) will Südlohns Bürgermeister werden und vor allem die Kommunikation der Verwaltung ganz neu aufziehen. Als Praktiker aus der Wirtschaft sieht er sich für das Amt gerüstet.

Südlohn

, 01.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Frank Engbers (42) tritt für die CDU als Bürgermeisterkandidat an und möchte vor allem mit seinem Bezug zur Praxis punkten. „Ich komme aus der Wirtschaft und will eine andere Sicht der Dinge ins Rathaus bringen“, sagt der 42-Jährige. Die Verwaltung beispielsweise würde er eher als Team aufstellen. Er selbst wolle weniger Vorgesetzter als Kollege sein. Gleichzeitig müssten auch einige Aufgaben neu verteilt werden. Dasselbe gelte für die Politik: Abläufe sollen vereinfacht, die ganze Ratsarbeit soll stringenter werden.

Flächenverbrauch für Gewerbe- und Wohngebiete

Eine der größten Aufgaben in der Gemeinde bleibe der Umgang mit der wenigen verfügbaren Fläche. Die Gewerbegebiete würden aus allen Nähten platzen. Da müsse, wo es geht, Fläche angekauft werden. Genauso sehe es für den Wohnungsbau aus, so Engbers.

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Dabei dürfe aber dennoch nicht einfach nach Belieben Fläche verbraucht werden. Häuser für mehrere Generationen einer Familie, Nachverdichtung oder Projekte wie „Jung kauft alt“ seien die Lösung. „Das sind ja alles keine neuen Erfindungen“, erklärt er. Aber in Südlohn und Oeding würden sie einfach nicht ausreichend nach vorne gebracht.

Mehr und direktere Kommunikation

Auch an anderen Stellen hake es: „Wenn ein Grundstückseigentümer seine Fläche an die Gemeinde abgeben möchte, darf man doch im Rathaus nicht darauf warten, dass derjenige sich dort meldet“, erklärt er. Genau das sei in der Vergangenheit aber geschehen. „In so einer Situation muss ein Bürgermeister von sich aus mit den Leuten vor Ort das Gespräch suchen“, sagt Frank Engbers. Da sieht er seine Qualitäten: „Ich glaube, dass ich eine offene und direkte Art habe.“ Damit wolle er Vertrauen aufbauen, und in sachlichen Diskussionen Lösungen herbeiführen.

Hinter Frank Engbers steht das Team der CDU Südlohn-Oeding für die kommende Wahl. Gemeinsam wollen sie die Kommunalwahl gewinnen.

Hinter Frank Engbers steht das Team der CDU Südlohn-Oeding für die kommende Wahl. Gemeinsam wollen sie die Kommunalwahl gewinnen. © CDU Südlohn-Oeding

Insgesamt stehe die Gemeinde ja gut da. Der Haushalt etwa sei strukturell in Ordnung. „Wir sind aber nicht die Insel der Glückseligen“, schränkt Frank Engbers ein. Dennoch: „Wir stehen auch nicht am Abgrund“, sagt er. Das sei die erfolgreiche Arbeit von Jahrzehnten, auf die man nun aufbauen könne. Beispiel Grundschulen: „Wenn die beiden Grundschulen in den Ortsteilen fertig sind, werden uns darum viele beneiden“, sagt er.

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Doch dafür wurde eben auch viel investiert. Bei anderen Projekten in der Gemeinde dürfe kein Sanierungsstau entstehen. „Das neue Nachklärbecken beispielsweise haben wir jahrelang vor uns hergeschoben. Niemand konnte damit rechnen, dass die Baukosten so explodieren, trotzdem haben wir jetzt die Mehrkosten“, sagt er .

Auch eine CDU will vor Ort unabhängig agieren

Zu seinen Gegenkandidaten hat er jetzt schon einen guten Draht. „Ich kenne sie seit Jahrzehnten und schätze sie sehr“, sagt er. Das würde sich auch nicht ändern, wenn ein anderer als er am Ende der Wahl als Sieger dastehe. Zu deren vermeintlicher Unabhängigkeit hat er allerdings eine eigene Meinung: „Unabhängigkeit ist gut und wichtig“, sagt er. Es sei jedoch eine Mär, dass man nur ohne Parteiausweis unabhängig agieren könne.

„Als CDU brauchen wir ja auch kein grünes Licht aus Berlin, wenn wir einen Bebauungsplan aufstellen wollen“, sagt er. Sobald sich ein Kandidat von einer Partei unterstützen lasse oder eine Wählergemeinschaft gründe, sei die komplette Unabhängigkeit ja auch schon wieder passé.

Der Blick nur auf den Ort funktioniert nicht

Die Vernetzung sei sogar extrem wichtig: „Ich kann nicht einfach nur für Südlohn und Oeding denken“, sagt Frank Engbers. Dazu müssten viel zu viele Entscheidungen auf Kreis-, Landes- oder sogar Bundesebene abgestimmt werden. „Diese Kontakte habe ich aus langen Jahren in der Kommunal- und Kreispolitik“, erklärt er. Auch da sieht er mehr Potenzial für einen Bürgermeister: „Der muss die Zügel in der Hand halten und die richtigen Leute anpiksen“, sagt er. Nur so könne ein Projekt nach vorne gebracht werden.

Die CDU-Kandidaten für die Bezirke und die Reserveliste

  • Bezirke: 1: Thomas Rathmer, 2: Steffen Schültingkemper, 3: Christian Spicker, 4: Michael Schichel, 5: Elisabeth Rathmer, 6: Stephan Knuth, 7: Frank Honerbom, 8: Heinrich Icking, 9: Dirk Resing, 10: Christel Sicking, 11: Marco Becker, 12: Dirk Gebing, 13: Frank Engbers.
  • Reserveliste: Christel Sicking, Thomas Rathmer, Heinrich Icking, Steffen Schültingkemper, Dirk Resing, Christian Spicker, Marco Becker, Michael Schichel, Dirk Gebing, Elisabeth Rathmer, Frank Engbers, Stephan Knuth, Frank Honerbom, Ludger Westhoff, Hermann Schücker, Elena Raupach, Jörg Eggink, Bettina Hueske, Marco Schley, Marian Schichel, Wilhelm Hövel, Reinhold Kleinemühl, Tobias Sicking, Frank Bengfort, Maria Bone-Hedwig, Niklas Gröting
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