"Chance beim Schopfe packen"

10.09.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kreis Der wiedergewählte Vorsitzende des SPD- Unterbezirks im Kreis Borken, Christoph Pries (48) aus Isselburg-Werth, will in dieser Region sozialdemokratische Politik auf allen Ebenen nach vorne bringen. Diese Chance wolle die Partei beim Schopfe packen, sagte Pries am Samstag beim Parteitag in Rhede.

Freilich: Die Sozialdemokraten haben genauso mit dem Älterwerden der Deutschen ein Problem in der Mitgliederschaft wie die anderen bürgerlichen Parteien auch. Im Unterbezirk, der dem Kreis Borken gleichzusetzen ist, verzeichnete die SPD im vergangenen Jahr 65 Abgänge (3,6 Prozent). Den Trend müssen wir stoppen, sagte Pries. Mit Blick auf die Wahlen sollten gute Kandidaten ausgesucht werden, die der SPD weiterhülfen.

Die Partei sei im Kreis gut aufgestellt mit zwei Bundestags-, zwei Landtagsabgeordneten, drei Bürgermeistern und über 200 Mandatsträgern in den Stadträten. In Anwesenheit von Hans-Peter Kemper (Heiden), Pries Vorgänger im Bundestag und im Unterbezirk, und der Steinfurter MdB Ingrid Arndt-Brauer stellte der Isselburger ein selbstbewusstes Auftreten der Genossen im Kreis heraus und setze auf Teamarbeit.

Das hatten wohl nicht alle Delegierten verstanden: Bei der Wahl stimmten 89,6 Prozent für ihn. Vor zwei Jahren hatte es ein Ergebnis von fast 100 Prozent gegeben. Damit könne er leben, sagte Pries später, und damals habe er eindeutig vom Rückenwind der Bundestagskandidatur profitiert. Einen Gegenkandidaten hatte es nicht gegeben.

Einen Rundumschlag gegen die CDU-Mehrheitsfraktion im Kreistag und die Kreisverwaltung gab es von seiten der SPD-Fraktionsvorsitzenden Ursula Schulte (Vreden): Der Kreis verschwende Geld, wenn er den Flughafen Stadtlohn-Wenningfeld aus- oder einen neuen Bauhof ohne Stadtlohn und Velen baue. and

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