Geschlossene Sportanlagen: Wie haben sich die Mitgliederzahlen in Lüner Sportvereinen seit Beginn der Pandemie entwickelt? Dazu gibt es jetzt Zahlen. © dpa
Coronavirus

„Corona-Zuschuss“ für Vereine gibt es nicht nach „Gießkannenprinzip“

Auch für Vereine stellt die Corona-Pandemie eine Herausforderung dar. Und kann Mehrkosten bedeuten. Die Kommunalpolitiker wollen helfen, wo es nötig ist: Vereine können Zuschüsse beantragen.

In der Corona-Pandemie wollen die Südlohner Kommunalpolitiker den Vereinen helfen, die durch die besonderen Herausforderungen Mehrausgaben oder Mindereinnahmen zu stemmen hatten und haben. Der Ausschuss für Kultur, Sport und Ehrenamt legte jetzt die Kriterien fest, nach denen die Gemeindeverwaltung Zuschüsse an die Südlohner und Oedinger Vereine bemessen soll.

Einig waren sich die Kommunalpolitiker am Ende der Diskussion, dass nicht nach dem „Gießkannenprinzip“ verfahren werden solle. Es gehe darum, die Vereine zu fördern, die eine zusätzliche Finanzspritze wirklich nötig haben. Deswegen legte sich der Ausschuss auf ein Ausschlusskriterium fest: Wenn ein Verein schon von anderer Stelle, aus einem anderen Förderprogramm Geld erhalten hat, soll die Gemeinde nichts mehr zuschießen. Doppelförderungen sollen so ausgeschlossen werden.

„Corona-Zuschuss“ wird nicht nach „Gießkannenprinzip“ verteilt

Wichtige Kriterien für eine Finanzspritze aus der Gemeindekasse sind, dass der Verein nach der Vereinsförderrichtlinie als förderfähig anerkannt ist und die finanziellen Ausfälle der Vereine in der Corona-Pandemie begründet sein müssen. Was die jeweilige Höhe angeht, soll die Gemeinde flexibel agieren können: Die Höhe der Ausfälle/des Förderbedarfes sollen die Vereine in ihren Anträgen individuell angeben. „Die maximale Förderhöhe im Einzelfall bemisst sich nach diesen angegebenen und nachweisbaren Ausfällen“, heißt es im Beschluss.

Auch sprach sich der Ausschuss dafür aus, dass kein Unterschied zwischen Sportverein und kulturellem Verein gemacht werden soll. Die Vereinsvorstände haben bis zum 31. Mai Zeit, Anträge auf erhöhte Vereinsförderung im Rathaus einzureichen. „Die coronabedingten Ausfälle sind bei Antragstellung glaubhaft darzustellen, vorhandene Nachweise sind vorzulegen“, ließen die Kommunalpolitiker festlegen, und auch, dass die Vereine per Unterschrift erklären sollen,, dass keine weiteren Förderprogramme in Anspruch genommen worden sind.

Ansätze der Vereinsförderung wurden vorsorglich verdoppelt

Wie viel Geld steht zur Verfügung? Der Hauptausschuss hatte den „normalen“ Ansatz – 13.100 Euro für die kulturellen Vereine 17.000 Euro und für die Sportvereine – verdoppelt, um die Folgen der Pandemie für die Vereine lindern zu können. Der Sperrvermerk, der bis dato auf den Haushaltsstellen lag, hob der Ehrenamtsausschuss nun auf, nachdem die Kriterien festlagen.

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Anne Winter-Weckenbrock

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