Die Grenze zwischen Borken und Oeding soll ein Stück verschoben werden

mlzGrenze Gemeinde Südlohn

Zwischen Burlo und Oeding sorgt die Gemeindegrenze für einige Probleme. Um die zu lösen, möchten Politik und Verwaltung die Grenze ein Stück verschieben. Kein einfaches Verfahren.

Südlohn

, 28.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

40 bis 50 Oedinger können bald Burloer werden. Sie wohnen an der Grenze der beiden Orte an der Hedwigstraße. Die Gemeinde Südlohn und die Stadt Borken arbeiten gerade daran, dort die Gemeindegrenze zu verschieben.

Der Verlauf der kommunalen Grenzen zwischen Südlohn und Borken hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach die politischen Gremien beschäftigt. „Im Zuge einer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit wurde das Thema Gebietsanpassung nun gemeinsam neu aufgegriffen“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Gemeinde Südlohn und der Stadt Borken.

Südlohner Rat stimmt für Gebietsanpassung

Zuletzt hatte der Südlohner Rat im nicht-öffentlichen Teil seiner Sitzung Mitte November über das Thema gesprochen und für eine Gebietsänderung gestimmt. Das hatte Bürgermeister Christian Vedder gegenüber unserer Redaktion bestätigt.

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Im Vordergrund stehe dabei die Situation im Ortsteil Burlo der Stadt Borken. Aktuell bestehen hier Schwierigkeiten insbesondere beim Verlauf der Hedwigstraße. Die Gemeindegrenze durchschneidet die nördliche Bauzeile dort, wodurch die städtebauliche als auch erschließungstechnische Entwicklung deutlich erschwert wird.

Kuriositäten sollen in Zukunft kein Thema mehr sein

Zudem ergeben sich eine Reihe von „Kuriositäten“, weil beispielsweise die Anlieger des nördlichen Teils der Hedwigstraße offiziell die Adresse „Feld“ haben. Wenn die Kinder der Anwohner dort etwa den Kindergarten oder die Grundschule in Burlo besuchen, müssen gesonderte Vereinbarungen auf Verwaltungsebene getroffen werden. Auch die Abrechnung von Abwasser- oder Abfallgebühren muss jeweils speziell geregelt werden.

Ziel der Gemeinde Südlohn und der Stadt Borken sei es, den Bereich städtebaulich so zu optimieren, dass die Bürgerschaft davon profitieren kann. Die Räte der Stadt Borken und der Gemeinde Südlohn begleiten das Projekt „Gebietsanpassung Burlo“ übereinstimmend sehr positiv und haben jeweils gleichlautende Beschlüsse hinsichtlich der weiteren Durchführung gefasst.

Einwohner sehen Gebietsanpassung positiv

Die zuvor befragte Bürgerschaft steht der Durchführung der Gebietsanpassung insgesamt ebenfalls sehr positiv gegenüber. Um eine möglichst große Transparenz zu schaffen, sollen nun die Einwohner über das Projekt informiert werden.

Einladung zu öffentlicher Bürgerversammlung

Daher laden die Gemeinde Südlohn und die Stadt Borken alle Interessierten zu einer öffentlichen Bürgerversammlung ein. Darin wird über den aktuellen Stand sowie die geplante weitere Vorgehensweise informiert. Die öffentliche Bürgerversammlung zur Gebietsanpassung in Burlo am Dienstag, 3. Dezember, um 19 Uhr im Forum Mariengarden, Vennweg 6 in Borken-Burlo.

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