Digitale Technik kommt doch schneller an die Grundschulen als erwartet

mlzDigitalpakt

Immer wieder hat sich die Investition in digitale Medien an den Grundschulen verzögert, weil die Fördermittel fehlten. Jetzt kann es etwas werden. Der Digitalpakt macht‘s möglich.

Südlohn

, 21.10.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist ein Hin und Her mit den Fördermodellen für die Digitalisierung an den Grundschulen in Südlohn und Oeding. Ursprünglich hatte die Verwaltung den Digitalpakt der Bundesregierung als Förderkulisse angepeilt.

Dann kam die Hiobsbotschaft, dass sich der Förderbeginn erst einmal verschiebt. In Südlohn wurde umgeplant: Neues Fördermodell sollte das Modell Vital-NRW werden. Doch auch das ist schon überzeichnet. „Von dort werden wohl keine Mittel mehr in diesem Jahr fließen“, erklärte Werner Stödtke von der Verwaltung in Südlohn.

Gemeinde will nicht bis 2025 warten

Fördermodelle, die erst zwischen 2020 und 2025 greifen, wurden direkt außer Acht gelassen. „So lange können wir nicht warten“, erklärte Werner Stödtke von der Gemeindeverwaltung.

So wie es aussieht, ist das auch nicht nötig. Denn der Digitalpakt wurde kurzfristig doch noch für dieses Jahr in Kraft gesetzt. Mitte Dezember wurden die entsprechenden Förderrichtlinien veröffentlicht.

Konzepte für den Einsatz der Geräte liegen vor

Der Vorteil der Gemeinde: Es gibt für die von-Galen-Grundschule in Oeding ein unterschriftsreifes pädagogisch-technisches Einsatzkonzept für die neue Technik. Für die Schule in Südlohn könne man darauf aufbauen.

„Man vertut sich“, erklärte Werner Stödtke. Allein die Anträge für die Fördermittel auf den Weg zu bringen, sei ein immenser Verwaltungsaufwand. Die Förderanträge sollen nun so schnell wie möglich eingereicht werden.

Einhellige Zustimmung im Schulausschuss, der vor kurzem in Südlohn in der St. Vitus-Grundschule tagte.

Für Oeding sollen vor allem digitale Tafeln angeschafft werden. Aber auch die in die Jahre gekommenen Laptops für die Schüler müssen dringend ersetzt werden. Rund 132.000 Euro hat die Gemeinde dafür erst einmal eingeplant. Rund 93.540 Euro davon könnten durch Fördermittel wieder in die Gemeindekasse kommen.

Fördermittel sind nur eine Anschubfinanzierung

Werner Stödtke stellte aber klar, dass die Fördermittel nur eine erste Anschubfinanzierung sein können. „Was wir für die Digitalisierung in den Schulen in den nächsten Jahren ausgeben müssen, wird unendlich viel höher sein“, sagte er den Ausschussmitgliedern.

Für den Ausbau digitaler Technik hatte der Schulausschuss bereits im Oktober 2018 gestimmt. Dann folgte der Ritt durch die unterschiedlichen Fördermodelle. „Wir haben viel Zeit verloren“, erklärte Joachim Musholt (SPD). Dennoch sieht sich die Gemeinde nun auf einem guten Weg. Mit der Förderung soll gleichzeitig der vorzeitige Maßnahmebeginn beantragt werden, um die Anschaffung der Geräte weiter zu beschleunigen.

Oeding hat Glasfaser, Südlohn bekommt es bis Ende des Jahres

Eine Nachfrage gab es dann noch nach der weiteren digitalen Infrastruktur: Während die Oedinger Grundschule bereits an ein leistungsfähiges Glasfasernetz angeschlossen ist, dauert das in Südlohn noch etwas. Bis Jahresende soll aber auch die St. Vitus-Grundschule per Breitband ans Internet angeschlossen werden.

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