Eichendorffstraße wird über Monate zur Großbaustelle, weil neue Leitungen verlegt werden

mlzGas und Glasfaser

Zur Großbaustelle wird die Eichendorffstraße in Südlohn ab Anfang März. Bis in den November werden die SVS-Versorgungsbetriebe und Thyssengas dort verschiedene Leitungen verlegen.

Südlohn

, 22.02.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie Bürgermeister Christian Vedder am Mittwochabend in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses erklärte, führe an einer monatelangen Großbaustelle an der Eichendorffstraße kein Weg vorbei: Die Arbeiten seien nicht in kürzerer Zeit möglich, weil unterschiedliche Leitungen sehr nah beieinander verlegt werden müssen. „Es muss nacheinander abgearbeitet werden“, erklärte auch Bauamtsleiter Dirk Vahlmann.

Während die SVS-Versorgungsbetriebe dort Glasfaserleitungen verlegen und gleichzeitig ihre Gasleitungen erneuern will, plant Thyssengas eine neue Gastransportleitung unter diese Straße zu verlegen. Diese verläuft bisher auf der ehemaligen Bahntrasse ein Stück weiter westlich.

Bauamt will Arbeiten im Blick behalten

Die Politiker im Bauausschuss machten sich Sorgen um die Kanäle, die unter der Straße verlegt sind. „Die Arbeiten müssen natürlich so erledigt werden, dass unsere Kanäle nicht berührt werden“, erklärte Dirk Vahlmann. Auch er sah aber eine mögliche Gefährdung für die Infrastruktur der Gemeinde. „Das ist tatsächlich schwierig“, sagte er über geplanten Leitungen, die nachher dicht beieinander liegen sollen.

Am Tag nach der Ausschusssitzung informierte die Verwaltung der Gemeinde Südlohn auch mit einer Pressemitteilung die Öffentlichkeit. Darin wird auch noch einmal erklärt, warum die Arbeiten nicht anders möglich sind: Es liegt an den Abständen der Leitungen untereinander und der benötigten Arbeitsräume. Die Tiefbau- und Rohrlegearbeiten sind nicht gleichzeitig beziehungsweise gemeinsam möglich.

Anlieger werden separat informiert

Die Anlieger sollen in diesen Tagen separat von der SVS und Thyssengas informiert werden. Um sie nicht zweimal zu unterschiedlichen Zeiten zu belästigen, sollen die Baumaßnahmen so koordiniert werden, dass sie unmittelbar nacheinander vorgenommen werden. Ebenso werden die Sperrungen von Zufahrten, das Freihalten von Rettungswegen und die Erreichbarkeit zum Beispiel für die Müllabfuhr mit diesen abgestimmt. Sofern erforderlich, wird eine Grabenüberfahrt mit Stahlplatten hergestellt. Auf Nachfrage im Ausschuss erklärte Bürgermeister Christian Vedder noch, dass außer den Verkehrsbehinderungen keine Probleme auf die Anlieger zukommen. Anliegerbeiträge für die Arbeiten dort sind nicht vorgesehen.

Die SVS wird vom oberen Bereich der Eichendorffstraße in Richtung Schlinge ausgehend überwiegend im rechten Bürgersteig arbeiten, heißt es von der Verwaltung. Diese Arbeiten sollen im März beginnen und – nach Plan – Ende Juni abgeschlossen sein. Dann schließen sich direkt die Arbeiten von Thyssengas an. Sie sollen bis November dauern. Die Unterquerung der Schlinge ist hier im Spülbohrverfahren geplant. Aufgrund der zahlreichen Leitungskreuzungen erfolge die weitere Verlegung der Gasleitungsen dann in offener Bauweise, heißt es von der Verwaltung.

Zeitplanung setzt auf reibungslosen Ablauf

Die Zeitplanung wird in der Pressemitteilung auch gleich wieder eingeschränkt: Grundvoraussetzung für die Einhaltung aller Termine sei neben einer guten Witterungslage auch, dass keine unvorhergesehenen Behinderungen im Baustellenbetrieb eintreten. Mögliche Verschiebungen im Terminplan sollen den Anliegern direkt mitgeteilt werden.

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