Ein großes Fest

Südlohn Der Bohrer heult auf - geschafft: Mit vereinten Kräften haben die Beckedahler das nächste Schutzschild angebracht. Viele Stunden hat die Nachbarschaft an ihrem Wikingerschiff gewerkelt. Noch liegt es in der Garage von Familie Brinkmann vor Anker. Doch schon am Samstag werden die Segel gehisst.

30.01.2008, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein großes Fest

Dann geht es ab 14 Uhr beim Karnevalsumzug auf große Tour. "Wir sind von Anfang an dabei gewesen. Wir hatten schon einen Wagen, als es noch gar keinen Umzug gab", weiß Werner Gehling. Zwei Mal hat die Nachbarschaft das Kinderprinzenpaar gestellt. Klar, dass sie auch in diesem Jahr - neben 43 weiteren Gruppen - wieder an den Start geht, um den rund 8000 Zuschauern ihren Wagen zu präsentieren. Tradition verpflichtet.

Vom Segel bis zum Schiffsbauch - alles haben die Männer in Eigenregie erstellt. "Nachbarschaft" prangt in bunten Lettern am Bug, denn die steht im Mittelpunkt der Karnevalsaktivitäten: "Die Nachbarn, die Zeit haben, sind beim Bau dabei", sagt Heinz Kötters , Präsident der Beckedahler Narren (Foto). Viele von ihnen seien Handwerker. Da falle bei jedem was ab, was zu gebrauchen sei. Die Kostüme nähen die Frauen in der Strickerei Overkämping - unter der Ägide von Hedwig Terstegge, die gemeinsam mit Wiltrud Keimel auch den KFK ausstaffiert. Trotz der vielen Arbeit komme der Spaß nicht zu kurz. "Einfach eine tolle Gelegenheit, wo alle zusammenkommen", meint Hildegard Kötters. Und längst nicht die einzige.

Bereits auf der Karnevalsversammlung am 11.11. hat die Nachbarschaft ihr Motto "Wikinger" auserkoren. Nach Altweiber und Umzug treffen sich die Beckedahler sonntags beim Frühschoppen, um montags beim Mettwurstessen die Karnevalstage ausklingen zu lassen - gemeinsam mit der ganzen Familie. "Karneval - das ist für uns ein großes Gemeinschaftsfest", so Heinz Kötters. Aber: "Das Tollste ist der Umzug", ist sich die siebenjährige Anika sicher. Zu dem macht sich die Nachbarschaft gemeinsam auf den Weg. Während Anika und die anderen Mädchen und Jungen aus der Nachbarschaft auf dem Gefährt Platz nehmen, machen sich die Erwachsenen zu Fuß auf den Weg durch die Gemeinde - gemeinsam mit bis zu 1800 anderen Teilnehmern aus Südlohn, Oeding und Umgebung. Kötters: "Die kleineren Kinder gehören auf den Wagen. Die stehen bei uns im Mittelpunkt. Das war schon immer so." kh

<p>Noch legen die Nachbarn Hand an. Doch bis Samstag muss der Wagen fertig sein. Herbers</p>

<p>Noch legen die Nachbarn Hand an. Doch bis Samstag muss der Wagen fertig sein. Herbers</p>

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