Eltern setzen auf Neubau an der Vitusschule

Rat entscheidet

Nach der Elternversammlung am Dienstagabend zeichnet sich nun eine Lösung für die Zukunft der St.-Vitus-Schule ab, die von allen Seiten mitgetragen wird. Das berichtete jetzt Bürgermeister Christian Vedder im Gespräch mit unserer Zeitung.

SÜDLOHN

, 07.12.2016, 17:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die St.-Vitus-Schule in Südlohn

Die St.-Vitus-Schule in Südlohn

Er berichtete über den Verlauf und das Ergebnis der Versammlung, in der außer den eingeladenen Eltern der Schul- und Kindergartenkinder, den Vertretern der Verwaltung und den Fraktionsspitzen bewusst keine weitere Öffentlichkeit eingeladen worden war, um eine Aussprache in einem geschützten Rahmen zu ermöglichen.

Folgt der Rat in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch, 14. Dezember, dem Tenor der Runde in der Roncallischule, dann könnten die nächsten Schritte so aussehen: Die Verwaltung erarbeitet ein Raumkonzept für die St.-Vitus-Schule und bei dieser Gelegenheit zugleich auch für die von-Galen-Schule in Oeding, so Vedder. Die Schüler des schadstoffbelasteten Gebäudeteils der St.-Vitus-Schule ziehen so bald wie möglich in Container, die neben der Schule Platz finden. Gleichzeitig kann die Planung für einen Neubau auf dem Schulgelände anlaufen - und der alte "Neubau" nach der notwendigen Sanierung abgebrochen werden.

Stand der Dinge

Diesen Weg hätte die Schulgemeinde schließlich deutlich favorisiert, berichtete Christian Vedder. Er habe den Eltern zunächst noch einmal den Stand der Dinge erläutert - einschließlich der Beschlusslage aus dem Schulausschuss. Dort waren zwei Entscheidungen gefallen. Zum einen hatte das Gremium grünes Licht für die Vermietung der Roncallischule an den Kreis Borken gegeben (wir berichteten). Auch die CDU habe am Dienstagabend signalisiert, im Rat ebenfalls dazu stehen zu wollen.

Damit hatte sich allein schon aus diesem Grund ein Umzug auch von Teilen der St.-Vitus-Grundschule in das Gebäude an der Doornte erledigt, was von Teilen der Elternschaft noch als Übergangslösung für die betroffenen Klassen aus dem "Neubau" als Möglichkeit angesehen worden sei. Doch die Verwaltung habe deutlich gemacht, dass es dem Kreis Borken darum gehe, bei einer Anmietung für die Hans-Christian-Andersen-Schule auch zum Schuljahresbeginn 2017/18 dort starten zu können. Die Schulleitung habe zudem auf die logistischen Schwierigkeiten hingewiesen, die mit zwei parallelen Schulstandorten verbunden seien.

Fit für die Zukunft

Zum anderen sei aber auch aus der Schule selbst der Wunsch deutlich geworden, alle Schüler an einem Standort belassen zu wollen - auch für die Zeit der Sanierung. Abriss und Neubau seien von Eltern und Lehrern gleichermaßen als Chance angesehen worden, die St.-Vitus-Schule fit für die Zukunft zu machen - einschließlich der Barrierefreiheit und weiterer Dinge, die einen modernen Schulbetrieb heute ausmachten.

Eine Rolle hätten in der Diskussion aber auch die gesundheitlichen Fragen gespielt. Um die Schulkinder so schnell wie möglich aus dem PCB-belasteten Gebäude herauszubekommen, sollen nun Container aufgestellt werden, so Vedder. Er geht davon aus, dass der Rat in der kommenden Woche die entsprechenden Beschlüsse fassen werden. Vedder weiter: "Wir wollen alle eine zukunftsfähige Lösung, die für den Schulstandort Südlohn gut ist." In die Entwicklung des Raumkonzepts würden Lehrer und Elternvertreter einbezogen.

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