Entschuldigung beim Umweltausschuss des Kreises

Roland Schulte

Roland Schulte hat sein Schweigen gebrochen: Am Donnerstagabend erklärte der Fachbereichsleiter Natur und Umwelt beim Kreis Borken im Umweltausschuss des Kreises, wie es aus seiner Sicht dazu kam, dass er 2009 bei einer entsprechenden Anfrage der Grünen die Schliefenanlage seines Vereins "Foxterrier Gruppe Oeding" verschwiegen hat.

OEDING

von Von Christiane Nitsche und Josef Barnekamp

, 21.11.2015, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Entschuldigung beim Umweltausschuss des Kreises

Die Schliefenanlage im Oedinger Hessinghook

Schulte ist Vorsitzender des Vereins, der die Anlage in Oeding unterhält. Er habe "versäumt", vor sechs Jahren, die eigene Anlage aufzuführen. Für diesen "Lapsus" müsse er sich entschuldigen, erklärte Schulte. Er führe es auf die "äußerste Arbeitsanstrengung" vor sechs Jahren zurück, dass er nur die Schliefenanlagen in Legden und Rhede erwähnt habe. Schulte hatte damals den Fachbereich frisch übernommen.

Die Schliefenanlage in Oeding, in der Hunde in einem künstlichen Bau am lebenden Fuchs auf die Fuchsjagd vorbereitet werden war in die Kritik von Tierschützern geraten und muss aus Sicht des Veterinäramts nachgebessert werden, wenn sie weiter betrieben werden soll (wir berichteten). Im Zuge der öffentlichen Diskussion wurde offenbar, dass Schulte dem Ausschuss seinerzeit nicht die Wahrheit gesagt hatte. Der Kreis hat daraufhin eine dienstrechtliche Prüfung gegen Schulte eingeleitet.

"Innerbehördliche Angelegenheit"

Diese soll laut Karlheinz Gördes in Kürze abgeschlossen werden. "Die letzten Dinge werden noch zusammengetragen", erklärte der Pressesprecher des Kreises gestern auf Anfrage. Er gehe indes nicht davon aus, dass das Ergebnis der Prüfung gegenüber den Medien präsentiert werde.

"Es ist eine innerbehördliche Angelegenheit", erklärte Gördes. "Die Ergebnisse von disziplinarischen Prüfungen geben wir nicht nach außen." Es gehe dabei auch um Persönlichkeitsrechte des Mitarbeiters. Gördes betonte aber: "Es wird seriös und gewissenhaft geprüft."

Diskussion beendet

Für den Ausschuss ist das Thema offenbar bereits erledigt. "Da ist ein Fehler passiert. Das kann mal vorkommen", sprang Hubert Grothues, für den Fachbereich Umwelt zuständiges Vorstandsmitglied, seinem Amtsleiter bei. Man sei grundsätzlich mit Schultes "Leistungen sehr zufrieden". Für die Ausschussvorsitzende Magdalene Garvert (CDU) war die Diskussion damit beendet: "Das sollten wir jetzt auf sich beruhen lassen".

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