Erste Schritte in die Arbeitswelt

Berufserkundungstag

Von der Sparkasse über den Friseur bis hin zum High-Tech-Unternehmen: Einen vielfältigen Eindruck konnten sich am Donnerstag 49 Achtklässler der Roncalli-Schule von der Arbeitswelt in ihrer Heimat verschaffen. Die KAB hatte zum drittenmal einen „Berufserkundungstag“ organisiert.

SÜDLOHN/OEDING

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 14.10.2011, 15:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ulrike Wessing-Tummel (l.) erläuterte den Schülerinnen die wichtigsten Anforderungen für den Beruf der Erzieherin. Die Schülergruppe wurde begleitet von Johanna Schlüter, Werner Emming und Robert Wobbe von der KAB.

Ulrike Wessing-Tummel (l.) erläuterte den Schülerinnen die wichtigsten Anforderungen für den Beruf der Erzieherin. Die Schülergruppe wurde begleitet von Johanna Schlüter, Werner Emming und Robert Wobbe von der KAB.

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Berufserkundungstag

Beim Berufserkundungstag, den die KAB Südlohn und Oeding vorbereitet und durchgeführt hatten, schnupperten die Achtklässler der Roncalli-Schule in die Arbeitswelt ihrer Heimat hinein.
14.10.2011
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Auch in der Sparkasse Westmünsterland konnten sich Roncallischüler über die dort angebotenen Ausbildungsberufe informieren.© Anne Winter-Weckenbrock
Ulrike Wessing-Tummel (l.) erläuterte den Schülerinnen die wichtigsten Anforderungen für den Beruf der Erzieherin. Die Schülergruppe wurde begleitet von Johanna Schlüter, Werner Emming und Robert Wobbe von der KAB.© Foto: Anne Winter-Weckenbrock
Friseurin würden Jasmin (l.) und Chantal gern werden - beide haben sich am Berufserkundungstag einen kunstvollen Dutt gesteckt.© Foto: Anne Winter-Weckenbrock
Metallbaumeister Antonius Vornholt führte die Roncalli-Schüler durch die pPoduktionshalle von Leuchten Robers am Weseker Weg.© Foto: Anne Winter-Weckenbrock
Metallbaumeister Antonius Vornholt führte die Roncalli-Schüler durch die pPoduktionshalle von Leuchten Robers am Weseker Weg.© Foto: Anne Winter-Weckenbrock
Beim Gruppenbild vor Bedachungen Wehr am Weseker Weg war noch still stehen angesagt - wenig später durften die Schüler hier zum Hammer greifen.© Foto: Anne Winter-Weckenbrock
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Einen Vormittag lang schnupperten die Schülerinnen und Schüler in jeweils drei Betriebe hinein. „Ich fand es gut, dass wir dort ein bisschen arbeiten konnten“, ist Bernd Franzmann aus der Klasse 8b angetan vom Besuch bei KFZ Albers in Oeding. „Ich durfte ein Auto starten, und beim Winterreifen aufziehen durften wir auch anpacken“, ergänzt sein Mitschüler Dustin Kallwitz. Ob die beiden sich ein Praktikum als Mechatroniker vorstellen könnten? Beide sagen nicht Nein.

Aber vielleicht wollen sie auch Erfahrungen im Beruf des Metallbauers machen. Darin gibt es zwei Fachrichtungen, wie die Roncalli-Schüler bei Leuchten Robers von Metallbaumeister Antonius Vornholt erfahren: Gestaltung und Konstruktion. Zunächst staunen die Schüler, dass die Leuchten und Schmiedearbeiten in alle Welt geliefert werden. Auch die Größe der PC-Bildschirme fällt ihnen auf. Früher wurde auf Papier gezeichnet, erklärt Vornholt, heute werde am PC geplant. Vornholt führt die Schülergruppe durch die Produktionshalle, wo ein Schmiedefeuer brennt, wo geschweißt wird und wo ein CNC-Plasmaschneider per PC gesteuert wird. Was braucht man, um bei Leuchten Robers eine Chance auf eine Ausbildung zu haben? Fleißig und handwerklich geschickt sollten Bewerber schon sein, und möglichst gut in Mathe, was Flächen- und Volumenberechnung angeht, zählt Vornholt auf.

Einige Kilometer Luftlinie weiter geht es nicht um Maschinen, sondern um Menschen. Die KAB hat erstmals die Kindergärten mit einbezogen – der Erzieherberuf wird auch vorgestellt. Ulrike Wessling-Tummel hat eine Gruppe Schülerinnen im St. Jakobus-Kindergarten in Oeding begrüßt und ihnen die Einrichtung gezeigt. „Ich habe privat schon Kinder aufgepasst“, erzählt Chantal Lange aus der Klasse 8b – und damit ist sie nicht die einzige, wie Wessling-Tummel betont. Beziehungsarbeit, so erfahren die Schülerinnen, ist das Wichtigste im Erzieheralltag. Sie staunen darüber, dass das jüngste Kindergartenkind acht Monate ist und dass täglich 36 Kinder in der Kita zu Mittag essen. Wie ihre Mitschülerin Chantal fand auch Jasmin Dickhoff den Besuch im Kindergarten interessant. Bei „Utes Haarmoden“ aber waren sie noch mehr in ihrem Element, erzählen die beiden, die ihre Haare zu einem Dutt gesteckt haben. „Ich finde das aber gut, dass wir schon mal überall reingucken können. Dann wissen wir für die neunte Klasse schon mal, wo wir ein Praktikum machen könnten“, zieht Jasmin eine Bilanz, die die Organisatoren von der KAB sicher gern hören. Auch der dritte Berufserkundungstag ist gut gelaufen, resümierten am Nachmittag Angelika Meteling von der KAB Südlohn und Marlies Schnelting von der KAB Oeding. Die beiden Organisatorinnen waren gemeinsam mit weiteren 13 KAB-Ehrenamtlichen am Vormittag zu „Fahrdienst“ und Begleitung mit den Schülern unterwegs. Beide freuten sich über die Bereitschaft der Betriebe, sich Zeit für die Schüler zu nehmen – und auch für die Tafel Schokolade, die Doris Bennemann als Leiterin der Roncalli-Schule für die Ehrenamtlichen der KAB als kleine Anerkennung schenkte. Die Beteiligten waren sicher, dass es auch 2012 einen Berufserkundungstag geben sollte.

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