Meinung

Es tut sich endlich was am Südlohner Bauhof: Das wird aber auch Zeit!

Die schier ewige Baustelle an der alten Fahrzeughalle in Südlohn steht sinnbildlich für den zähen Prozess der Bauhoferweiterung. Jetzt muss gehandelt werden, meint Michael Schley in seinem Kommentar.
Die schier ewige Absperrung an der alten Fahrzeughalle steht symbolisch für den zähen Prozess der Bauhoferweiterung. © Bernd Schlusemann

Der Uferweg entlang der Schlinge in Südlohn ist attraktiv. Seit Monaten stellen sich Spaziergängern dort auf Höhe der alten Fahrzeughalle des Bauhofs Leitbaken und Flatterband in den Weg. Die Stütze an der maroden Wand hinterlässt schon ein mulmiges Gefühl. Was, wenn hier Kinder allein unterwegs sind?

Sicher: Die Verwaltung hat einen Statiker angerufen, eine Gefahr für die Bürger und Mitarbeiter bestehe nicht. Aber: kein Hinweis, wenig Transparenz. Wie würde die Verwaltung wohl reagieren, wenn ein Privatmann so über einen ähnlich langen Zeitraum öffentlichen Raum beanspruchen würde?

Sei es drum: Dass es kaum Reaktionen seitens der Bürgerinnen und Bürger ob des Dauerzustands zu geben scheint, zeigt eines: Die Maßnahme steht womöglich sinnbildlich für die Müdigkeit in einem Prozess, der sich zieht wie ein Kaugummi.

Handeln im Sinne der Mitarbeiter

Nun kommt Bewegung rein – endlich. Dass bei der Planung der Zukunft des Bauhof-Gebäudes die Mitarbeiter einbezogen werden, ist absolut begrüßenswert. Aber jeder weiß: Die Motivation steigt und fällt mit dem Material, mit dem diese arbeiten müssen.

„Es tut sich was, wir sind auf einem guten Weg“, meint der Bürgermeister. Jetzt ist es an der Zeit für Politik und Verwaltung, endlich auch eine Zielflagge in Sicht zu bringen. Vor allem zum Wohle der Mitarbeiter.

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