Extremradfahrer spenden nach Tour an die Nordsee 18.000 Euro für drei Stiftungen

mlzQuäl-Dich-Tour

Elisabeth-Hospiz, Aktion Kind und die Dieter-Bauer-Stiftung freuen sich über Spenden nach der elften Auflage der ganz besonderen Radtour zwischen Stadtlohn und Norderney.

von Katrin Sarholz

Südlohn, Stadtlohn

, 02.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schon zum elften Mal startete die Quael-Dich-Tour von Stadtlohn nach Norderney. 22 Radfahrer machten sich am 28. Juni auf den Weg, um die bekannten und gefürchteten 236 km an einem Tag zu bewältigen. Jetzt haben sie in Südlohn die Spendenschecks überreicht.

Aber noch einmal zurück zur Quälerei: Bei bestem Wetter mit leichtem Gegenwind waren die Radler morgens um 5 Uhr gestartet. Nach acht Stunden und 45 Minuten im Sattel, bei gerade mal vier Pausen, erreichten alle Radler die Fähre in Norddeich um 17.45 Uhr.

Extremradfahrer spenden nach Tour an die Nordsee 18.000 Euro für drei Stiftungen

Dieter Bauer, Marie-Theres Dapper, Sozialarbeiterin und Rieke Liesmann, Hospizleitung vom Elisabeth-Hospiz sowie Rob Holtschlag von Aktion Kind (vorne, v.l.) freuten sich über die jeweils 6000 Euro, die ihnen die Radler um Matthias Geuking (vorne, 5.v.l.) überreichten. © Katrin Sarholz

Da hatten die Radler auch zwei kleinere technische Pannen und einen – zum Glück glimpflich verlaufenen – Auffahrunfall in den Knochen.

Spenden flossen reichlich

Während der gesamten Vorbereitungszeit aber auch noch bis zum gemütlichen Ausklang der Aktion am Samstagabend im Hause Bauer trafen Spenden ein, so dass die 5800 Euro auf den handgeschriebenen Schecks schon wieder veraltet waren.

Mehr als überrascht waren die Radler über die positiven Reaktionen der treuen Sponsoren, viele davon aus Südlohn und Stadtlohn, die trotz der einjährigen „Quael-Dich-Tour“-Pause wieder begeistert ihre Unterstützung zusagten. So konnten die Radfahrer dieses Jahr dem Elisabeth-Hospiz aus Stadtlohn, der Aktion Kind aus Stadtlohn und der Südlohner Dieter-Bauer-Stiftung je 6000 Euro überreichen.

Spendentour ist fast zum Selbstläufer geworden

„Es ist inzwischen fast ein Selbstläufer“, bestätigt Matthias Geuking. „Wir haben alle Spaß dran, aber es ist uns auch eine Herzensangelegenheit, die Stiftungen ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. Uns geht es gut, und auf die Art können wir Menschen hier aus der Gegend helfen, denen es wirklich nicht gut geht.“

Insgesamt haben die Radler seit 2008 schon über 100.000 Euro an Spenden gesammelt. Sie freuen sich schon auf das nächste Jahr, wenn es am 19. Juni 2020 um Punkt 5 Uhr wieder losgeht, mit der dann zwölften Quäl-Dich-Tour von Stadtlohn nach Norderney.

Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Hilfseinsatz für „Habitat for Humanity“

Oedinger Bauunternehmer Hubert Epping (58) war als „Hoffnungsbauer“ in Kenia