Der eingeschossige Teil (l.) wird abgerissen und zweigeschossig wieder aufgebaut, der zweigeschossige Teil wird saniert. Die Verbindung soll über die Pausenhalle hergestellt werden. Vorübergehend werden die Schüler in ein Containerdorf umziehen. © Markus Gehring
Grundschule Oeding

Fahrplan für Grundschulumbau steht: Knapp 6 Millionen Euro werden es nun

Im Frühjahr 2023 soll die Umbau- und Erweiterungsmaßnahme an der von-Galen-Schule begonnen werden. Den Schulausschuss beschäftige vor allem die Frage, ob die Dimension der Maßnahme ausreiche.

Einzug Ostern 2025 – zu diesem Termin soll die Umbau- und Erweiterungsmaßnahme an der von-Galen-Schule in Oeding abgeschlossen sein. Bauamtsleiter Dirk Vahlmann präsentierte den Mitgliedern des Schulausschusses nun den groben Fahrplan bis dorthin.

Einige Mitglieder äußerten ihre Bedenken, ob die Auslegung der Maßnahme auf eine Zweizügigkeit den dann herrschenden Rahmenbedingungen an der Grundschule noch gerecht werden wird. Knapp 6 Millionen Euro sind nunmehr veranschlagt.

„Wir haben das Lageplankonzept mit der Schule abgestimmt, die Ansichten sind in Bearbeitung“, hob Dirk Vahlmann den aktuellen Stand der Planungen vor. Das Vorhaben noch einmal in Kürze: Der eingeschossige Komplex (OGS) wird abgerissen und durch einen zweigeschossigen Neubau ersetzt. Das bestehende zweigeschossige Gebäude (Klassentrakt) wird energetisch saniert und unter anderem mit einer Lüftungsanlage ausgestattet.

Einzug soll Ostern 2025 erfolgen

Die Verbindung soll über die Pausenhalle hergestellt werden. „So ähnlich wie an der St.-Vitus-Schule, aber durchaus individuell“, so Vahlmann. Das Gelände werde ein „neues Gesicht“ von der Lindenstraße aus erhalten, die OGS eine „eigene Identität“.

Übergangsweise wird zunächst der Ganztagsbereich, später die gesamte Schule in ein Containerdorf umziehen, erklärte der Bauamtsleiter. „Es geht technisch nicht anders.“ Die Bauanträge für die Container seien gestellt. Entstehen soll ein Werk gemäß KfW 55-Standard. Neben einer Förderung über rund 100.000 Euro für die OGS, deren Fördermaßnahmen kurzfristig umzusetzen seien, sollen auch diesbezüglich weitere Fördermöglichkeiten geprüft werden, so Vahlmann.

Insgesamt würde sich die Investitionssumme auf 5,9 Millionen Euro belaufen – „ohne Containerkosten und Mobiliar“. Damit liegt man nun gut eine Million Euro über den zunächst einmal geplanten Kosten. „Die Preise am Bau explodieren gerade“, wusste auch Dirk Vahlmann zu berichten. Statt Anfang 2022 soll nun das Frühjahr 2023 als Baubeginn angepeilt werden. „Ende 2022 wollen wir die Ausschreibungen aufnehmen, wir rechnen mit etwa zwei Jahren Bauzeit“, erklärt Vahlmann.

Keine Anzeichen für mittelfristige Dreizügigkeit in Oeding

Ob denn die Planung für die Zweizügigkeit ausreiche, diese Frage warf Karl-Heinz Hollstegge für die WSO auf. Barbara Seidensticker-Beining ergänzte, dass auch die SPD-Fraktion „diese Sorge treibe“: „Der Trend geht wieder zu mehr Kindern, wie flexibel wären wir denn?“ Markus Lask, Leiter der Facheinheit Zentrale Dienste, berief sich auf die aktuellen Kita-Zahlen des Kreis Borken: „Demnach gibt es in den kommenden Jahren in Südlohn und Oeding genügend Betreuungsplätze.“ In Südlohn gebe es gegenüber den Prognosen eine Steigerung von vier Kindern, in Oeding von zehn.

„Wir haben in Oeding aber auch noch einen Puffer“, ergänzte Lehrer Sebastian Terhart. Natürlich sei man in den vergangenen Jahren gewachsen, von 150 auf nunmehr 180 Schüler, davon 98 im Ganztag. Doch: „Wir kommen auch von einem geringen Niveau.“ Bürgermeister Werner Stödtke sehe keinen „Ausschlag“, der Schulentwicklungsplan gebe für Südlohn eine 2,5-Zügigkeit vor, für Oeding eine Zweizügigkeit.

Maßnahme an St.-Vitus-Schule bis Jahresende abgeschlossen

Die Nachricht, dass das gesamte Gelände in Oeding eingezäunt werden soll, stieß bei einigen Ausschussmitgliedern auf Bedenken. So war man schon in Südlohn an der Schule vorgegangen. „Mit Blick auf den Vandalismus ist ein Abschließen schon sinnvoll“, berichtete die Schulleiterin Friederike Voß. Dirk Vahlmann fügte hinzu, dass es gerade in den Nachmittagsstunden zu keiner „Durchmischung“ mit dem Spielplatz in der Nachbarschaft kommen solle.

Niklas Büning (WSO) regte eine Kombination aus Hecke und Zaun an. Der Zaun soll eine Höhe von 1,60 Metern erhalten. An der St.-Vitus-Schule werde gegen Ende des Jahres auch mit dem Abschluss des zweiten und letzten Bauabschnitts am Altbau gerechnet, erklärte Dirk Vahlmann.

Über den Autor
freier Mitarbeiter

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.