Die Südlohner und Oedinger haben sehr eindeutig gewählt. Der neue Rat konstituiert sich am 11. November. © Stephan Rape
Kommunalwahl 2020

Fotostrecke: Das sind die neuen Politiker für Südlohn und Oeding

30 Politiker bilden den neuen Rat in der Gemeinde Südlohn. Darunter sind nur fünf Frauen. Gleichberechtigt sind aber die beiden Ortsteile: Je 15 Ratsmitglieder kommen aus Südlohn und Oeding.

Südlohn und Oeding haben gewählt: 30 Politiker aus Südlohn und Oeding werden in den nächsten fünf Jahren über die Geschicke in der Gemeinde bestimmen. Doch einmal abgesehen von den klaren Mehrheitsverhältnissen: Wer wurde da überhaupt gewählt?

Einen schnellen Überblick über die 30 neuen Ratsmitglieder gibt es hier:

Fotostrecke

Diese Politiker bilden den neuen Rat in Südlohn und Oeding

Im Rat sitzen nun fünf Frauen und 25 Männer. Mit Blick auf die Gleichberechtigung der Geschlechter ist das im Vergleich zum Rat der vergangenen fünf Jahre eine leichte Verschlechterung: Von 2014 bis 2020 saßen oder sitzen noch sechs Frauen im Rat. In den Reihen der Ratsfraktionen von WSO und FDP gibt es gar keine Frauen.

Das Durchschnittsalter der Ratsmitglieder liegt bei 47,9 Jahren. Jüngstes Ratsmitglied ist Niklas Brüning (WSO) mit 28 Jahren, das älteste Ratsmitglied ist Barbara Seidensticker-Beining (SPD) mit 65 Jahren. Die durchschnittlich älteste Fraktion ist die SPD mit 51,75 Jahren, die jüngste mit 45,2 Jahren die CDU (UWG: 48, WSO: 48,4, FDP: 51).

Neulinge und alte Hasen gemeinsam im Rat

Etliche Ratsmitglieder sitzen zum ersten Mal im Rat. Einige können aber auch schon auf Erfahrung zurückblicken: Bei der CDU setzen vier Ratsmitglieder ihre politische Arbeit nahtlos fort: Steffen Schültingkemper, Michael Schichel, Heinrich Icking und Frank Engbers saßen bereits im noch laufenden Rat.

Elisabeth und Thomas Rathmer sowie Dirk Gebing saßen für die CDU in verschiedenen Ausschüssen der Ratsperiode 2014 bis 2020. Was die Ortsteile angeht, können sich Südlohn und Oeding nicht beschweren: Aus beiden Orten kommt je die Hälfte der Ratsmitglieder.

Bei der UWG waren Karin Schmittmann und Ludger Rotz bereits Ratsmitglieder, Dieter Valtwies und Jörg Niehues hatten Plätze in Ausschüssen.

Bei der SPD hatte Barbara Seidensticker-Beining einen Platz im Rat und Sabrina Späker im Ausschuss. Jörg Schlechter hatte in den vergangenen fünf Jahren als alleiniger FDP-Ratsherr bereits im Rat gesessen. Maik van de Sand (WSO) saß in der gerade zu Ende gehenden Ratsperiode erst als Mitglied der Grünen und seit Anfang 2020 als fraktionsloses Mitglied im Südlohner Rat.

Rat wird deutlich größer als gewollt

Durch die zurückliegenden Wahlergebnisse ist der Rat der Gemeinde übrigens noch einmal deutlich gewachsen: Durch Überhang- und Ausgleichsmandate sitzen jetzt 30 statt wie bisher 26 Politiker im Rat. Durch diese Mandate wird das Wahlergebnis an die tatsächlichen Mehrheitsverhältnisse angepasst: Wenn eine Partei in den Wahlbezirken mehr Mandate erreicht, als ihr nach dem Gesamtverhältnis der Stimmen zustehen würde, erhalten die anderen Parteien Ausgleichsmandate. Der Rat wächst.

Nach Kommunalwahlgesetz müsste der Südlohner Rat bei aktuell rund 9300 Einwohnern aus 32 Politikern bestehen. Schon 1999 hatte sich der Rat aber darauf geeinigt, die Zahl der Ratsmitglieder auf 26 herunterzusetzen. Eine weitere Reduzierung auf sogar nur 20 Ratsmitglieder hatte der Rat zuletzt 2017 mit großer Mehrheit abgelehnt.

Die Verwaltung hatte das vorgeschlagen, um die Aufwandsentschädigung für die Politiker zu reduzieren. Rund 10.000 Euro hätte die Verkleinerung des Rates damals eingespart.

Neuer Rat tritt im November zum ersten Mal zusammen

Noch tagt der Rat allerdings in seiner bisherigen Zusammensetzung. Die konstituierende Sitzung des neuen Rates für die kommenden fünf Jahre findet erst am 11. November um 18 Uhr im Ratssaal statt.

Dann wird auch der neu gewählte Bürgermeister Werner Stödtke zum ersten Mal in seiner neuen Funktion die Sitzung leiten. Die Amtszeit seines Vorgängers Christian Vedder läuft noch bis zum 31. Oktober 2020.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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